Die Geburt eines Kindes ist natürlich mit Schmerzen verbunden. Es handelt sich hierbei um eine normale Reaktion des Körpers und wird oft auch als Trennungsschmerz beschrieben.
Im Unterschied zu anderen Schmerzen, die ja meist ein Alarmzeichen sind, haben die Geburtsschmerzen einen positiven Sinn. Sie machen dem Kind den Weg frei. Mit jeder Wehe wird der Muttermund eröffnet und das Kind ausgetrieben.
Viele Frauen fühlen sich schon erleichtert, wenn sie erfahren, dass sich dieser Schmerz notfalls bekämpfen lässt.
Jeder Mensch hat einen Schmerzlevel, der als unerträglich empfunden wird. Dies ist unter anderem abhängig von der Anatomie des Kindes, sprich wie groß der Kopf im Vergleich zum mütterlichen Becken ist und die Erschöpfung der Gebärenden. Die Schmerzen sind also vom eigenen Willen unabhängig. Von Frau zu Frau schwankt aber auch die Schmerzempfindlichkeit der Beckenregion, so empfindet jede Frau den Geburtsschmerz anders. Während der Schmerz der einen gar nicht viel ausmacht, gerät die andere bereits in der Eröffnungsphase an ihre körperlichen Grenzen.
Jede Frau darf selbst für sich entscheiden, wie viele Schmerzen sie ertragen kann oder will.
Der Geburtsschmerz setzt sich aus drei Komponenten zusammen:
1. eigentlicher Wehenschmerz
2. Schmerz durch die Weitung des Muttermundes
3. Schmerz durch die starke Dehnung des ganzen Beckenbodens und der Scheide
Erstgebärende können daher am wenigsten abschätzen, wie „schlimm" es werden wird.
Es empfiehlt sich daher, nicht mit festen Vorstellungen in den Kreißsaal zu gehen. Die Entscheidung für oder gegen Schmerzbekämpfung kann jederzeit revidiert werden.
Nach der Geburt des Kindes sieht die Welt ganz anders aus, egal wie drastisch die Schmerzen auch während der Geburt erlebt wurden.
Nach der Geburt werden zum einen Endorphine, körpereigene Glückshormone, freigesetzt und zum anderen sorgt die Freude über das Neugeborene dafür, dass die Schmerzen kaum noch wahrgenommen werden. Einige Frauen empfinden jedoch die Geburtsschmerzen auch Wochen nach der Geburt als traumatisierend.
Sorgen Sie daher beim nächsten Mal für eine bessere Schmerzausschaltung, da eine richtig sitzende PDA eigentlich immer zu einer befriedigenden Schmerzminderung führt.
Letzte Aktualisierung am 18.02.2009.