Es handelt sich hierbei um selten vorkommende Lageanomalien des Kindes im Mutterleib. In der Regel ist hier eine Spontangeburt nicht mehr möglich.
Querlage
Bei der Querlage bildet die Körperhauptachse des Kindes einen rechten Winkel mit der Mutter beziehungsweise der so genannten "Führungslinie" des Geburtskanals. Eine natürliche Geburt ist dadurch ausgeschlossen. Es handelt sich somit um eine geburtsunmögliche Lage, die einen Kaiserschnitt erfordert.
Zudem kann durch die Querlage die Durchblutung des Mutterkuchens verringert werden. Dies führt wiederum zu einer Minderversorgung des Kindes.
In 0.3-0.6 Prozent der Geburten wird die Diagnose einer Querlage gestellt. Mit zunehmender Zahl vorangegangener Geburten (Multiparität) steigt allerdings die Inzidenz.
Anders ausgedrückt kommt eine Querlage bei Frauen, die schon öfter als vier Mal geboren haben (Mehrfachgebärende), zehn Mal häufiger vor.
Schräglage
Bei der Schräglage bilden die Körperhauptachsen des Kindes und der Mutter einen spitzen Winkel. Diese Lageeinstellung ist für sich alleine instabil und wird unter dem Einfluss der Wehentätigkeit in eine Längs- oder Querlage geändert. In einer Studie konnte man feststellen, das es bei 83 Prozent der Fälle zu einer Spontanwendung in eine Längslage (davon 52 Prozent in Schädellage und 31 Prozent in Beckenendlage) kam. Die Diagnose "Schädellage" ist zunächst als Warnhinweis zu sehen.
Letzte Aktualisierung am 18.02.2009.