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Steisslage und die Risikofaktoren bei der Geburt


Ist eine Entbindung bei Steißlage riskant?


Tatsächlich ist die Geburt bei Steißlage aus mehreren Gründen riskanter als Geburten, bei denen der Schädel vorangeht:

  • Der Geburtsweg wird durch Steiß und Füße weniger gedehnt. Steiß und Füße haben einen geringeren Umfang als der Kopf und dehnen den Geburtskanal daher nicht ausreichend, so dass die Geburt des Kopfes dadurch erschwert wird.

  • Der Geburtskanal wird vom Steiß nicht so gut abgedichtet, daher kann die Nabelschnur am Steiß vorbeirutschen und zu einem Nabelschnurvorfall führen.

  • Wird zuerst der Steiß geboren, so wird die Nabelschnur abgedrückt, da der Kopf noch in der Gebärmutter steckt. Dieser Zustand kann für das Kind sehr gefährlich werden und erfodert eine schnelle Geburt.

  • Zudem besteht ein hoher Druck und eine starke Zugbelastung auf das Köpchen und die Wirbelsäule des Kindes.

  • Außerdem können sich die Arme im Geburtskanal verhaken und unter Umständen nur mit Zug gelöst werden. In beiden Fällen können die Armnerven geschädigt werden.

  • Aufgrund der Druckschwankungen können neurologische Ausfälle auftreten. In der heutigen Zeit raten Ärzte daher eher zu einem Kaiserschnitt.

Die Geburt ist bei einer Steißlage vor allem deshalb kritisch, da zuerst der Nabel und anschließend der Kopf geboren wird und dadurch die Nabelschnur zwangsläufig abgedrückt wird und der Säugling kein Sauerstoff mehr erhält.

Diese Zeit ist daher besonders kritisch. Innerhalb von 3-5 Minuten muss der Kopf des Kindes geboren werden, da sonst das Kind ersticken oder eine schwere Schädigung erleiden kann.


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Letzte Aktualisierung am 18.02.2009.

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