Der Arzt nimmt bei nässender oder eitriger Naht einen Abstrich mit dem Wattetupfer aus der Wundfläche.
Dadurch sollen die auslösenden Keime identifiziert und spezifisch behandelt werden. Zudem wird mit einer Tastuntersuchung der Scheide und des Enddarms der Ausmaß und die Lokalisation der verdickten Bereiche festgestellt.
In der Regel werden die Infektionen mit antiseptischen Salben oder Cremes behandelt. Bei stark ausgeprägten Narben kann es unter Umständen notwendig sein, die überschüssigen Hautwülste in örtlicher Betäubung operativ zu entfernen und ein zweites Mal zu nähen.
Hilfreiche Tipps zur Selbsthilfe
- Massieren Sie sich die verdickten und verhärteten Narbenbereiche zweimal täglich mit Weizenkeimöl. Dadurch wird die Haut um die Narbe herum wieder weicher und elastischer.
- Bei Schmerzen helfen kühlende Auflagen mit Eis oder Quark. Die Wunde zunächst mit einer Kompresse schützen und darauf den Eisbeutel legen bzw. den Quark aufstreichen.
- Tauchen Sie gegebenenfalls einen Tampon in Wasser ein, bis er sich vollgesogen hat und legen ihn in einem Kondom ins Gefrierfach. Damit können Sie kurze Anwendungen in der Scheide machen. Kälte verlangsamt jedoch den Heilungsprozess.
- Leiden Sie beim Sitzen unter Schmerzen, so hilft hier ein aufblasbarer Gummiring (Hämorrhoidenkissen oder Schwimmring) als Unterlage. Dadurch kann man gezielt den Bereich der Dammnaht entlasten.
- Führen Sie ein- bis zweimal täglich ein Sitzbad mit Eichenrindenextrakt oder Kamilleextrakt durch. Diese Extrakte wirken Entzündungen entgegen.
- Achten Sie auf einen weichen Stuhlgang. Essen Sie ballaststoffreiche Kost und Trockenobst und nehmen Sie Leinsamen mit viel Flüssigkeit ein. Trinken sie reichlich Wasser.
Merke: All diese Maßnahmen sollten nur so lange bzw. so oft angewandt werden, wie sie angenehm sind und Ihnen gut tun.
Letzte Aktualisierung am 18.02.2009.