Die Dammnaht ist ein chirurgischer Verschluss eines Dammschnitts (Episiotomie) oder eines Dammrisses nach der Geburt. Sie erfolgt nach Ausstoßung der Nachgeburt und wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt.
Dabei wird der Schnitt bzw. der Riss schichtweise genäht. Bei der Naht verwendet man meist Fäden, die sich nach Abschluss der Wundheilung von selbst auflösen.
Nach fast jedem chirurgischen Eingriff kann sich die Haut an den Wundrändern verdicken und verhärten. Einige Frauen neigen zur Bildung von überschüssigem Gewebe bei Narben, welches man auch als Keloidbildung bezeichnet. Abhängig von der Narbenreaktion kann die Dammnaht zu Beschwerden führen.
Die Wundheilung kann zudem durch Keime aus dem Wochenfluss oder aus dem Analbereich gestört werden. Es kann zu einer Infektion der Dammnaht kommen.
Die Heilung ist vor allem abhängig von der Größe und Tiefe der Narbe. Kleine Dammrissnähte heilen innerhalb einer Woche.
Sind dagegen Damm und Scheide bis zum Muttermund gerissen, so dauert die Heilung wesentlich länger, da die Wundfläche auch erheblich größer ist. Im Extremfall kann es sogar bis zu drei Monaten dauern, bis das Sitzen wieder schmerzlos funktioniert.
In seltenen Fällen kommt es bei starken Rissen bis in die Scheide hinein zu einer Fistelbildung. Das bedeutet, dass ein kleiner Durchgang zwischen der Scheide und dem direkt dahinter liegenden Darm entsteht.
Letzte Aktualisierung am 18.02.2009.