Hilfreiche Maßnahmen beim Milchstau
Ruhe beim Stillen...
Bereits nach Auftritt der ersten Symptome, sollte man schnell Handeln. Bleibt nämlich der Milchstau unbehandelt, so kann sich daraus eine unangenehme Brustentzündung entwickeln. Kontaktieren Sie in erster Linie ihre Hebamme, sie wird ihnen hilfreiche Tipps zur Selbstbehandlung geben.
Folgende Maßnahmen können sehr hilfreich sein:
- Sorgen Sie beim Stillen für Ruhe. Ziehen Sie sich beim Stillen wenn möglich ins Schlafzimmer zurück.
- Zwischen dem 4. und 8. Tag haben viele Frauen ein Überangebot an Milch. Legen Sie das Kind daher in den ersten Tagen häufiger an, damit die Brüste möglichst schnell entleert werden. Sie sollten immer mit der Brust anfangen, die beim letzten Stillen eventuell nicht vollständig entleert wurde. Legen Sie ihr Kind regelmäßig an, so dass sich ihr Körper schnell auf die Bedürfnisse Ihres Kindes einspielt. Die Brust produziert dann nur die notwendige, vom Kind abgetrunkene Menge Milch.
- Immer wieder die Stillpositionen wechseln. Zudem empfehlen viele Frauen folgenden Trick: Das Kind so anlegen, dass der Unterkiefer zum wunden Punkt zeigt. Hier entsteht der kräftigste Sog. Deshalb kann auf diese Weise manchmal sogar ein Milchstau gelöst werden.
- Massieren Sie regelmäßig die empfindliche Stelle. Sie sollten am Brustansatz beginnen und sich langsam Richtung Brustwarze vorarbeiten.
- Vor dem Stillen die Brust mit Kompressen wärmen. Dadurch wird der Milchflussreflex untersützt und die Brust kann sich entleeren.
- Sind Knoten vorhanden, so legen Sie kühlende Umschläge auf die Brüste. Quarkwickel wirken oft Wunder, da sie entzündungshemmend, abschwellend, schmerzlindernd und kühlend wirken. Anwendung: Ein sauberes dünnes Baumwolltuch oder eine Kompresse etwa 0,5 cm mit Quark bestreichen. Der Quark sollte kühl, aber nicht eiskalt sein. Das Tuch von den Seiten her einschlagen und mit der nicht eingeschlagenen Seite nach unten auf die knotigen Bereiche legen. Bei akuten Entzündungen den Wickel ungefähr 15 Minuten lang liegen lassen. Andernfalls kann der Wickel so lang auf der Haut bleiben, bis er trocken geworden ist. Wichtig ist vor allem, dass die Feuchtigkeit verdunsten kann, da sie für die heilende Wirkung sorgt.
- Vermeiden Sie lange Pausen zwischen den Stillzeiten.
- Tragen Sie einen möglichst straffen BH (auch im Bett), dadurch wird die Milchmenge reduziert.
- Pfefferminz-, Hibiskus- oder Salbeitee führen zu einer verminderten Milchproduktion und entlasten dadurch die Brüste.
- Auch Heilmittel wie Lezithin, Echinacea und Vitamin C können sehr hilfreich sein.
Kommt es trotz der durchgeführten Maßnahmen zu keiner Besserung und bestehen die Beschwerden wie Fieber und schmerzhafte Knötchen länger als 24 Stunden, so sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, um eine mögliche Infektion ausschließen zu lassen.
Bei Bedarf können unter Umständen Schmerzmittel wie z.B. das Paracetamol (nach Rücksprache mit dem Arzt) in niedrigen Mengen eingenommen werden.
« Milchstau Symptome
Milchstau Auswirkungen »
Letzte Aktualisierung am 18.02.2009.
Geburt und Wochenbett

Forum Geburt und Wochenbett