Aufgrund einer notwendigen Medikamenteneinnahme in der Stillzeit kann in seltenen Fällen eine Stillpause oder sogar das Abstillen erforderlich sein. Mittlerweile gibt es jedoch viele Medikamente die stillverträglich sind. Ist dies nicht der Fall, so kann man der Patientin eine stillverträgliche Alternative anbieten.
Einige Erkrankungen der Mutter können das Stillen einschränken, z.B. aufgrund der Ansteckungsgefahr wie bei Tuberkulose oder AIDS.
Schmerzhafte weißliche Verfärbung der Brustwarze während des Stillvorgangs. Dieser ist meist ein Hinweis auf das Raynaud-Syndrom. Durch die Einnahme von Magnesium können leichtere Fälle gelindert werden.
Saugschwäche bei sehr kleinen Frühgeborenen. Ist ein Stillen wegen der Saugschwäche nicht möglich, so sollte abgepumpt und die gewonnene Milch möglichst mit einer alternativen Füttermethode an das Baby verfüttert werden, um eine Saugverwirrung vorzubeugen.
Kindliche Behinderungen wie z.B. Fehlbildungen im Bereich des Magen-Darm-Traktes oder Hirnschädigungen, die das Stillen erschweren. Jedoch brauchen vor allem diese Kinder Muttermilch und Geborgenheit.
Kinder mit Gaumensegelspalten können nur sehr eingeschränkt gestillt werden. Das Stillen ist jedoch in manchen Fällen nach der operativen Vereinigung des Segels noch erfolgreich durchführbar.
Letzte Aktualisierung am 18.02.2009.