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Milchstau


Muttermilch kann nicht aus den Milchgängen abfließen...

Bei einem Milchstau kann die Brust nicht mehr in ausreichendem Maße geleert werden.

Die Muttermilch kann aus den Milchgängen nicht abfließen und es kommt somit zu (vorübergehenden) teils schmerzenden Verhärtungen in der übervollen Brust. Die Brust ist insgesamt sehr druckempfindlich, gespannt und die Haut ist teilweise rot oder warm. Das Kind kann in diesem Fall nur schwer absaugen.

Unter Umständen kann sich der Milchstau zu einer Brust(-drüsen-)entzündung weiterentwickeln, die oft mit Antibiotika behandelt werden müssen.

Für das Überwinden eines Milchstaus bzw. einer Brustentzündung ist eine Stillpause oder ein Abstillen nicht zu empfehlen. Da die Milch nicht abfließen kann, bringt in diesem Fall auch das Stillen wenig Linderung. Der Milchstau sollte schnellstmöglich bekämpft werden.

Daher werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Die Mutter braucht Ruhe und Entspannung.
  • Vor dem Stillen sollte die Brust gewärmt werden (z.B. mit feucht-warmen Unschlägen oder einer heißen Dusche). Dadurch werden die Gefäße weitgestellt und die Milch kann leichter abfließen.
  • Das Kind öfter (etwa alle zwei Stunden anlegen), aber nur kurz anlegen.
  • Verschiedene Stillpositionen ausprobieren.
  • Die knotige schmerzende Stelle sollte nach dem Stillen immer in Richtung Brustwarze massiert werden. So wird die gestaute Milch wieder ausgestrichen.
  • Durch ein Nasenspray, welches Oxytocin enthält, kann auch die Milch besser abfließen. Dieser wird entweder vom Gynäkologen verschrieben oder die Hebamme besorgt es.
  • Unter Umständen können die Schmerzen durch Kühlung gelindert werden. Hier sind kalte Kompressen, frische Weißkohlblätter aus dem Kühlschrank, Tiefkühlerbsen im Beutel oder auch ein Quarkwickel zu empfehlen.
  • Zur Vorbeugung von wiederkehrendem Milchstau oder Brustentzündung wird die Einnahme von Lecithine empfohlen.

Sollten die Beschwerden nach ein bis zwei Tagen nicht abklingen, so sollte unbedingt ein Arzt oder die Hebamme aufgesucht werden, um eine Brustentzündung auszuschließen.

Das richtige Ausstreichen der Brust:

  • Das Brustgewebe zunächst durch feuchte Wärme vorbereiten und durch eine sanfte Massage lockern.
  • Zum Ausstreichen wird die Brust mit Daumen sowie Zeige- und Mittelfinger in Form eines „C" (so genannter C-Griff) umfasst. Hierbei liegt der Daumen oberhalb und die anderen Finger unterhalb des Warzenvorhofs. Der Abstand zur Brustwarze beträgt jeweils etwa drei Zentimeter.
  • Die Brust leicht anheben und mit Daumen und Finger mit sanftem Druck in Richtung Brustkorb drücken.
  • Nun Daumen und Finger mit leichtem Druck gleichzeitig in Richtung Brustwarze zusammenführen, so dass sich der Warzenhof zusammenschiebt, ohne dass dabei die Finger über die Haut rutschen.
  • Jetzt erneut locker lassen und Daumen und Finger wieder in Ausgangsposition bringen. Dieser Vorgang sollte so oft wiederholt werden, bis keine Milch mehr kommt.

« Milcheinschuss Brustentzündung (Mastitis) »

Letzte Aktualisierung am 18.02.2009.

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