Das Kind findet in den ersten Wochen seinen eigenen Stillrhythmus. Es ist jedoch gegenüber äußeren Einflüssen sehr empfindlich.
Stillt die Mutter einmal ihr Kind nicht in Ruhe, sondern in einer lauten Umgebung oder in Hektik, so behält das Kind diesen Vorfall in Erinnerung und reagiert beim nächsten Stillen eventuell mit Trinkverweigerung oder Ablehnung.
In solchen Situationen sollte das Kind zunächst beruhigt und einen ruhigen Platz zum Stillen aufgesucht werden.
Unter Umständen kann ein Stillstreik auch aufgrund eines durch die Mutter aufgenommenen Nahrungsmittels, z.B. Knoblauch ausgelöst werden. Die Milch nimmt diesen Geschmack an und schmeckt dem Säugling nicht mehr. In diesem Fall kann durch das Abpumpen und Wegschütten der Milch der Stillstreik schnell wieder behoben werden.
Bei anhaltender Ablehnung und weiteren Problemen sollte die Hebamme oder der Kinderarzt hinzugezogen werden, um eventuell vorhandene Erkrankungen zu klären und weitere Tipps zum entspannten Stillen zu bekommen. Kann ein Stillstreik nicht behandelt werden, so muss die Mutter auf künstliche Säuglingsnahrung zurückgreifen.
Letzte Aktualisierung am 18.02.2009.