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Enuresis - Diagnose


Ein ausführliches Gespräch ist die Grundlage der Diagnose von Enuresis

Zunächst ist ein ausführliches Gespräch zwischen dem behandelnden Arzt und den Eltern des Kindes notwendig. Es muss vor allem geklärt werden, wann die Enuresis hauptsächlich auftritt, ob es schon längere Episoden gab, in denen das Kind trocken war, ob das Wasserlassen dem Kind Schmerzen bereitet und wie das Stuhlverhalten des Kindes ist.

Es gibt verschiedene urologische Untersuchungsverfahren, mit denen auch komplexere Störungen der Harnwege untersucht werden können.

  1. Röntgenuntersuchung der Harnwege (Urogramm) - In dieser Untersuchung wird dem Patienten ein Kontrastmittel über einen venösen Zugang gespritzt. Etwa sieben bis zehn Minuten danach wird eine Röntgenaufnahme angefertigt. Durch das zuvor injizierte Kontrastmittel lassen sich die Nieren und ableitenden Harnwege besser begutachten und darstellen. So können eventuelle Aufstauungen des Harns oder Tumore von Harnleiter oder Blase erkannt werden.

  2. Urodynamische Untersuchungen - Dies sind Funktionsuntersuchungen der ableitenden Harnwege, die die Aufzeichnung von Druck und Flussmessungen des Urinstrahls sowie von Muskelströmen ermöglichen. Zu diesen Untersuchungsmethoden zählen

    • Uroflowmwtrie - Hierbei wird gemessen, wie stark der Urinstrahl ist.

    • Zystometrie - In dieser Untersuchung wird der Blaseninnendruck gemessen um zu ermitteln, bei welcher Füllungsmenge das Kind einen Harndrang verspürt.

    • Elektromyographie- Durch diese Untersuchung kann die Muskelanspannung des Schließmuskels der Blase und der Beckenbodenmuskulatur gemessen werden.

  3. Urethrozystoskopie - Die Untersuchung dient zur Beurteilung der Harnröhre mithilfe
    eines Endoskops , also einer Art Schlauch, an dessen Ende eine Kamera mit einer Lichtquelle angebracht ist. So kann die Innenwand der Harnröhre gefilmt und auf einen Bildschirm übertragen werden. Fehlbildungen und Entzündungen der Harnröhre können so erkannt werden.

Differentialdiagnose

Liegt eine Enuresis vor, muss zunächst sicher gestellt werden, dass keine Erkrankung als Ursache für das Einnässen vorliegt.

Ein beginnender Diabetes mellitus kann beispielsweise der Grund für vermehrtes Wasserlassen sein. Die Kinder verspüren durch den hohen Blutzuckerspiegel einen großen Durst und trinken deshalb auch mehr als andere. Sie haben dadurch einen vermehrten Harndrang, den sie im frühen Kindesalter noch nicht ausreichend koordinieren können.

Vermehrte Harnwegsinfekte können ebenfalls zu einer Enuresis führen. Die immer wiederkehrende Entzündung der Harnröhre und der Blase lösen einen ständigen Harndrang aus. Dies führt beim Kind meist zu einer Enuresis diurna.

Außerdem muss ausgeschlossen werden, dass kein Hindernis in der Blase oder der Harnröhre den Abfluss des Urins behindert. Beim Jungen können auch angeborene Klappen in der Blase (Urathralklappen) ein solches Hindernis darstellen. Sie verhindern, dass das Kind seine Blase vollständig entleeren kann.


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Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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