Zunächst ist ein ausführliches Gespräch zwischen dem behandelnden Arzt und den Eltern des Kindes notwendig. Es muss vor allem geklärt werden, wann die Enuresis hauptsächlich auftritt, ob es schon längere Episoden gab, in denen das Kind trocken war, ob das Wasserlassen dem Kind Schmerzen bereitet und wie das Stuhlverhalten des Kindes ist.
Es gibt verschiedene urologische Untersuchungsverfahren, mit denen auch komplexere Störungen der Harnwege untersucht werden können.
Liegt eine Enuresis vor, muss zunächst sicher gestellt werden, dass keine Erkrankung als Ursache für das Einnässen vorliegt.
Ein beginnender Diabetes mellitus kann beispielsweise der Grund für vermehrtes Wasserlassen sein. Die Kinder verspüren durch den hohen Blutzuckerspiegel einen großen Durst und trinken deshalb auch mehr als andere. Sie haben dadurch einen vermehrten Harndrang, den sie im frühen Kindesalter noch nicht ausreichend koordinieren können.
Vermehrte Harnwegsinfekte können ebenfalls zu einer Enuresis führen. Die immer wiederkehrende Entzündung der Harnröhre und der Blase lösen einen ständigen Harndrang aus. Dies führt beim Kind meist zu einer Enuresis diurna.
Außerdem muss ausgeschlossen werden, dass kein Hindernis in der Blase oder der Harnröhre den Abfluss des Urins behindert. Beim Jungen können auch angeborene Klappen in der Blase (Urathralklappen) ein solches Hindernis darstellen. Sie verhindern, dass das Kind seine Blase vollständig entleeren kann.