Die Diagnose Fieberkrampf ist eine Ausschlussdiagnose, das heißt, es muss zunächst sichergestellt werden, dass keine andere Erkrankung als Auslöser für den Krampfanfall in Frage kommt.
In einem Gespräch mit den Eltern sollte der behandelnde Arzt erfragen, ob das Kind bereits Anfälle dieser Art hatte und ob in der Familie bereits Fieberkrämpfe oder epileptische Anfälle auftraten. So kann die Gefahr einer Epilepsie leicht abgeschätzt werden.
Außerdem sollte in einer Untersuchung des Kindes nach der Ursache für den Krampfanfall gesucht werden. Liegt ein fieberhafter Infekt vor oder hat das Kind möglicherweise eine schwerwiegendere Erkrankung, die den Anfall ausgelöst hat? Um diese Frage zu klären, werden nach einem Krampfanfall im Kindesalter meist folgende Untersuchungen durchgeführt:
In jedem Fall sollte beim Auftreten eines Krampfanfalls ausgeschlossen werden, dass keine schwerwiegenderen Erkrankungen als Ursache in Frage kommen. Entzündliche Erkrankungen des Gehirns, Tumore oder beginnende Epilepsien können ebenfalls Anfälle dieser Art auslösen. Jedoch liegt bei all diesen Erkrankungen, im Gegensatz zum Fieberkrampf, eine Beeinträchtigung des Gehirns selbst vor.
Auch beim Auftreten von sehr hohem Fieber über 40° sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden, um auszuschließen, dass das Kind an einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder einer Lungenentzündung erkrankt ist.
Es sollte außerdem sichergestellt werden, dass es sich nicht um einen komplizierten Fieberkrampf handelt. Ein Fieberkrampf wird als komplizierter Krampfanfall bezeichnet wenn
Die Unterscheidung zwischen kompliziertem und unkompliziertem Krampfanfall ist von großer Bedeutung, da komplizierte Fieberkrämpfe mit einer wesentlich größeren Wahrscheinlichkeit in eine Epilepsie übergehen können.