Die Keuchhusten-Erkrankung kann mit Antibiotika behandelt werden. Diese Therapie ist allerdings nur so lange sinnvoll, wie der Patient die Erreger ausscheidet. Dies ist ab dem Ende der Inkubationszeit, also im Stadium cattharale bis zum Ende des Stadium convulsivum der Fall.
Außerdem sollte berücksichtigt werden, dass das Antibiotikum zwar die Bakterien abtötet, die Symptome aber oft nicht bessert, da die Schleimhäute durch das Toxin des Bakteriums meist schon sehr stark geschädigt sind. Deshalb verhindern Antibiotika nur das Fortschreiten der Erkrankung und verringern die Ansteckungsfähigkeit der Erkrankten, wobei sich der Zustand der Betroffenen dabei erst sehr langsam wieder bessert.
Man gibt den Betroffenen sogenannte Makrolid Antibiotika. Meist werden entweder Erythromycin, Azithromycin oder Clarithromycin aus dieser Stoffgruppe verabreicht. Das Antibiotikum muss über 14 Tage gegeben werden.
Liegt eine Sekundärinfektion mit einem weiteren Bakterium vor, muss unter Umständen ein weiteres Antibiotikum zusätzlich gegeben werden.
Außerdem sollten erkrankte Personen Bettruhe einhalten, ausreichend trinken und kleine Mahlzeiten zu sich nehmen.
Auch nach Beginn der Therapie mit einem Antibiotikum sind betroffene Personen noch bis zu 7 Tage ansteckend und sollten isoliert werden, um die Ansteckung Anderer zu vermeiden.
Säuglinge, die an Pertusis erkranken, müssen wegen der Gefahr Erstickungsanfälle zu erleiden, in ein Krankenhaus eingewiesen und stationär überwacht werden.
Für Säuglinge besteht nach der Geburt kein Nestschutz, das heißt sie erhalten von der Mutter nach der Geburt keine Antikörper gegen den Erreger. Deshalb ist es wichtig, Neugeborene von infizierten Personen fernzuhalten.
Haben ungeimpfte Säuglinge und Kleinkinder dennoch Kontakt zu ansteckungsfähigen Pertussis-Patienten, können sie prophylaktisch Antibiotika erhalten. Sie werden dann genauso behandelt, wie Personen, die sich mit dem Erreger bereits infiziert haben.
Eine Impfung gegen Keuchhusten kann den Kindern etwa ab der 6.Lebenswoche gegeben werden. Sie vermittelt einen Schutz zwischen 70 und 97% und wird meist in einer Kombinationsimpfung zusammen mit den Impfstoffen gegen Tetanus, Diphterie und Poliomyelitis verabreicht.
Der Impfstoff gegen Keuchhusten ist ein sogenannter azellulärer Impfstoff, das heißt, er enthält keine ganzen Erreger sondern nur die Teile der Bakterienzelle, die im Körper des Kindes eine Abwehrreaktion auslösen. Die Impfung wird von den Kindern sehr gut vertragen, außer einer eventuellen leichten Schwellung und Rötung an der Einstichstelle treten keine Impfkomplikationen auf.
Wenn das Kind jedoch einen fieberhaften Infekt hat, an einer Nervenerkrankung leidet oder allergisch gegen Bestandteile des Impfstoffes ist, sollte zunächst von einer Impfung abgesehen werden.
Von der ständigen Impfkommission des Robert Koch Institutes (STIKO) wird empfohlen, eine Grundimmunisierung gegen Pertussis durch dreimaliges Impfen im ersten Lebensjahr durchzuführen.