Schon der Verlauf der Erkrankung in zwei Phasen sind erste Anzeichen für das Vorliegen einer Poliomyelitis. Spätestens beim auftreten der ersten Lähmungserscheinungen sollte dem Verdacht einer Infektion mit Polioviren nachgegangen werden.
Wenn die Symptome Nackensteifigkeit, Fieber und Kopfschmerzen auftreten, wird der Arzt in jeden Fall Hirnwasser (Liquor cerebrospinalis) entnehmen um dieses zu untersuchen. Dabei werden im Falle einer Polioinfektion erhöhte Zellzahlen in der Liquorprobe auffallen und der Eiweißwert wird etwas erhöht sein.
Das Virus selbst kann aus dem Stuhl, einem Rachenabstrich oder dem Liquor cerebrospinalis isoliert und nachgewiesen werden. Kann das Virus selbst nicht nachgewiesen werden, können auch Antikörper gegen das Virus, die im Blut des Patienten vorkommen, die Diagnose sichern.
Liegt eine Infektion mit Polio-Viren vor, muss dies dem Gesundheitsamt gemeldet werden.
Besonders im Vorstadium der Erkrankung muss die Poliomyelitis gegen alle anderen Infektionskrankheiten, die Fieber auslösen abgegrenzt werden.
In der Phase der Hirnhautentzündung ist es auch wichtig auszuschließen, dass diese durch andere Erreger verursacht wurde. Bakterien wie Meningokokken, Pneumokokken können ebenfalls eine Meningitis auslösen, genauso wie andere Arten von Enteroviren, beispielsweise die Coxsackie Viren.