Masern-Viren werden durch Tröpfcheninfektionen übertragen, also beim Sprechen, Husten oder Niesen, wobei die Infektion auch über größere Strecken erfolgen kann, was man als fliegende Infektion bezeichnet. Die Viren dringen dann entweder über die Schleimhäute der Atemwege oder seltener die Bindehaut im Auge in den Körper ein. Sie vermehren sich zuerst in den Lymphknoten um dann nach etwa 48 Stunden in die Blutbahn überzutreten. Von dort aus gelangen die Viren in die Haut und die Schleimhäute und lösen so den charakteristischen Ausschlag (Exanthem)aus.
Das Virus führt dazu, dass Blutgefäße und Körperzellen durchlässig werden und so Blut ins Gewebe vordringen kann, was das für Masern typische hochrote Exanthem erklärt.
Auch die Zellen innerhalb der Lunge werden instabil, was bis hin zur Lungenentzündung führen kann.