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Schreibaby - Ursachen


Genau Ursachen für die Schreiattacken des Schreibabys sind noch nicht bekannt

Die genauen Ursachen für die exzessiven Schreiattacken sind noch nicht ausreichend geklärt. Es existieren jedoch mehrere Theorien zu den Auslösern dieser Symptome.

Schreien gehört zunächst zur normalen Entwicklung des Kindes. Viele Autoren vertreten deshalb die These, dass das vermehrte Schreien in den ersten Lebenswochen des Kindes eine Anpassungsstörung des Säuglings außerhalb des Mutterleibs verdeutlicht. Das Baby ist zunächst überfordert von der Vielfalt an Reizen, die ihm die Welt bietet. Es benötigt eine gewisse Gewöhnungszeit um zu lernen, eine Übersicht über die Flut von Sinneseindrücken zu gewinnen. Dies wird durch das vermehrte Schreien zum Ausdruck gebracht.

Eine weitere Theorie besagt, dass das Kind unter Koliken (Drei-Monats-Koliken) leidet. Diese Koliken entstehen durch die starke Aktivität des Darms in der Wachstumsphase des Säuglings. Der Magen-Darm-Trakt passt sich dem Wachstum des Kindes nicht ausreichend an. Es kann dann zum einen zu einer vermehrten Darmbewegung (Peristaltik) als auch zu Auftreibungen des Darms (Blähungen) kommen, was beim Säugling krampfartige Beschwerden verursacht. Auch zu große Trink- und Nahrungsmengen und das Schlucken von Luft beim Trinken können zu Magen-Darm-Problemen führen. Es wird außerdem diskutiert, ob die gestörte Anpassung des Darms im Zusammenhang mit Passivrauchen steht. Statistisch gesehen tritt exzessives Schreien bei Kindern von rauchenden Müttern häufiger auf als bei Kindern von Nichtraucherinnen.

Neben organischen Ursachen können auch psychische und soziale Faktoren möglicherweise die Schreiattacken auslösen. Es wird vermutet, dass sich die nonverbale Verständigung von Eltern und Kind noch nicht ausreichend eingespielt hat. Die Gestik und Mimik des Kindes werden von den Eltern missgedeutet, was bei ihnen Schuldgefühle auslösen kann. Es entsteht eine Anspannung, die sich wechselseitig verstärkt und sich letztendlich in den Schreiattacken des Säuglings entlädt. Psychosoziale Belastungsfaktoren treten in Familien, die Probleme mit exzessivem Schreien äußern, vermehrt auf. Paarkonflikte der Eltern, Krankheiten, Armut, Ängste oder Depressionen wirken sich auf die Stimmung und somit auch auf die Eltern-Kind-Beziehung aus.


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Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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