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Windpocken - Symptome


Hauptsymptom der Windpocken sind vielschichtige Hautveränderungen

Nach einer Inkubationszeit- der Zeitspanne von der Ansteckung mit dem Virus bis zum Ausbruch der Erkrankung- von 8 bis 28 Tagen entwickeln Kinder mit Windpocken zunächst grippeähnliche Symptome, wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Fieber. Darauf folgt ein sehr stark juckender Ausschlag, der am Stamm beginnt und sich auf das Gesicht, den behaarten Kopf und die Mundhöhle ausbreitet. Hände und Füße sind meistens nicht betroffen. Die Haut ist dabei auf eine sehr vielschichtige Art verändert. Die Kinder haben ovale und runde kleine rote Flecken sowie kleine Bläschen, Pusteln und Verkrustungen. Dieses bunte Hautbild wird auch als Sternenhimmel bezeichnet.

Nach zwei bis drei Wochen fallen die Krusten im Normalfall ab. Der Ausschlag kann gelegentlich von Fieber begleitet sein. In der Regel verlaufen Windpocken komplikationslos. Nur in seltenen Fällen treten Komplikationen auf, die dann ganz unterschiedlich in Erscheinung treten können:

  • Der Ausschlag kann zusätzlich von Bakterien besiedelt werden (bakterielle Sekundärinfektion). Sie wird meist durch Staphylokokken ausgelöst und kann Abszesse und Geschwüre in der Haut verursachen, die dann mit Antibiotika behandelt werden müssen.

  • Auch Entzündungen von Hirn oder Kleinhirn können auftreten, was zu Koordinationsstörungen (Ataxie) führt.

  • Die Blutgefäße können im Laufe der Infektion verändert werden (Angiopathie) , was Schlaganfälle auslösen kann.

  • Selten kommen auch Lungenentzündungen vor.

Bei Schwangeren ist besonders dann Vorsicht geboten, wenn sich die Schwangere im Zeitraum von etwa fünf Tagen vor der Geburt mit dem Virus infiziert. Die Zeitspanne bis zur Geburt ist dann zu kurz um das ungeborene Kind noch ausreichend mit Antikörpern zu versorgen. Dadurch kann das Kind nach der Geburt an einer schweren Form der Windpockeninfektion erkranken, die dann Gehirn und Lunge mitbefällt. Auch für die Mutter kann eine Infektion mit Windpocken im Zeitraum von sieben Tagen vor bis drei Tagen nach der Geburt tödlich verlaufen. Schwangere, die nicht gegen Windpocken immun sind sollten deshalb darauf achten, den Kontakt mit Windpockenpatienten zu vermeiden.

Nachdem die Erkrankung abgeklungen ist, verbleiben die Viren im Körper. Sie verharren in den Enden von Nervenzellen und können im Erwachsenenalter eine Gürtelrose auslösen. Etwa 20% der Personen, die im Kindesalter eine Windpockeninfektion durchgemacht haben, erkranken als Erwachsene mindestens einmal an einer Gürtelrose (Herpes Zoster). Die im Körper verbliebenen Viren können im Rahmen einer Abwehrschwäche oder Stress reaktiviert werden. Die Gürtelrose tritt dann im Versorgungsgebiet der Nerven auf, in dem das Varizella Zoster Virus die Jahre über verblieben ist. Patienten mit einer Gürtelrose können bei Kindern, die noch keine Immunität besitzen, Windpocken auslösen.


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Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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