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Windpocken - Therapie


Im Normalfall werden die Symptome der Windpocken behandelt

Da es sich um eine Infektion durch ein Virus handelt, werden im Normalfall nur die Symptome behandelt. Eine Virusinfektion kann meist nicht bekämpft, sondern nur gemildert werden. Das heißt es wird versucht den Juckreiz zu lindern, beispielsweise durch kühlende Umschläge oder Lotionen, wie einer Zinkschüttelmixtur. Zinkschüttelmixturen sind auch gut dazu geeignet, die Pusteln und Bläschen beim Windpockenausschlag auszutrocknen. Bei der Verwendung von Salben sollte man bedenken, dass sie auch die Gefahr einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien erhöhen können, da sich Bakterien unter dem luftdicht abgeschlossenen Salbenfilm besser vermehren können.

Als juckreizstillende Medikamente könne auch Antihistaminika eingesetzt werden. Es ist wichtig, dass sich das Kind im Laufe der Erkrankung so wenig wie möglich kratzt, damit die Hautläsionen nur auf die obere Hautschicht beschränkt bleiben. Betroffene sollten außerdem vermeiden im Laufe der Erkrankung zu baden, da sich der Ausschlag sonst leicht entzünden kann.

Gegebenenfalls kann versucht werden, das Fieber mit Paracetamol oder Ibuprofen zu senken. Acetylsalicylsäure (ASS) sollte Kindern nicht gegeben werden, da es das sogenannte Reye- Syndrom auslösen kann. Ein Krankheitsbild, das nur bei Kindern auftritt und zu Übelkeit, Erbrechen, Krampfanfällen und Verwirrtheit bis hin zum Koma führen kann. Bei Patienten, die abwehrgeschwächt sind, kann ein Virostatikum , wie Aciclovir, gegeben werden. Dieses Medikament verhindert die Vermehrung der Viren, kann sie jedoch nicht abtöten.

Kinder, die die Erkrankung durchmachen sollten auch nicht mit immungeschwächten Personen, also AIDS Patienten, Krebskranke Personen, Patienten, die mit Kortison behandelt werden, sowie älteren Menschen zusammentreffen, da für diese Personen die Windpockenerkrankung lebensgefährliche Auswirkungen haben kann. Auch schwangere Frauen sollten mindestens bis zur 21. Schwangerschaftswoche keinen Kontakt mit Erkrankten Personen haben, da Varizellen das ungeborene Kind stark gefährden können. Eine Erkrankung an Windpocken kann sieben Tage vor bis drei Tage nach der Entbindung für die Mutter tödlich verlaufen.

Zur Prophylaxe gibt es eine Impfung gegen Windpocken, die seit 2004 von der STIKO, der ständigen Impfkommission, auch für alle Kinder empfohlen wird. Sie kann im Kindesalter zusammen mit der Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln im Alter von etwa 14 Monaten erfolgen. Eine Auffrischung wird meist im Zeitraum zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat vorgenommen. Es ist jedoch auch zu jeder anderen Zeit noch möglich zu impfen. 12 bis 17 jährigen, die noch keine Windpocken durchgemacht haben wird die Impfung dringend empfohlen, da die Windpockenerkrankung jenseits der Pubertät wesentlich schwerer verläuft. Auch gefährdeten Personen, wie Krebspatienten und Immungeschwächten, sowie deren Kontaktpersonen wird eine Impfung angeraten.

Der Impfstoff ist ein sogenannter Lebendimpfstoff, der ein abgeschwächtes Varizella Zoster Virus enthält. Dieses abgeschwächte Virus ist nicht in der Lage, die Erkrankung auszulösen.
Hat ein Kind Windpocken, muss dies dem Kindergarten, beziehungsweise der Schule, gemeldet werden.


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Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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