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Mögliche Komplikationen beim Schwangerschaftsabbruch


Welche Risiken birgt der Schwangerschaftsabbruch für die Frau?

Körperliche Folgen

Wird der Abbruch unter guten klinischen Bedingungen durchgeführt, so treten nur selten Komplikationen auf. Sie ist unter anderem auch abhängig von der gewählten Methode, dem Zeitpunkt des Abbruchs und den spezifischen Risikofaktoren der Schwangeren.
Anhand einer neuen deutschen Studie konnte man belegen, dass es nach Schwangerschaftsabbrüchen zu einer deutlichen Zunahme von Frühgeburten, Fehl- und Totgeburten kommt.

Das Risiko einer Frühgeburt erhöhte sich in der Gruppe der Frauen, die bereits Schwangerschaftsabbrüche hinter sich hatten, um etwa zehn Prozent, nach zwei und mehr Abtreibungen um 30 Prozent. Frauen, die bereits eine oder mehrere Fehl- oder Totgeburten erlitten haben, tragen ein viel höheres Risiko. Ursache sind vermutlich „posttraumatische" Wirkungen des Abbruchs. Nach mechanischer Erweiterung und Ausschabung kann es passieren, dass der Gebärmutterhals Durchblutungsstörungen erlitten haben könnte und die Gebärmutterschleimhaut so beschädigt worden ist.

Ein komplikationsloser Abbruch wirkt sich in der Regel nicht auf die Fruchtbarkeit aus. Der Körper stellt sich sehr schnell wieder um, so dass nach etwa zwei bis drei Wochen der nächste Eisprung der Frau erfolgt und sie wieder schwanger werden kann.

Obwohl viele der Auffassung sind, dass Schwangerschaftsabbrüche das Brustkrebsrisiko erhöhen, konnte man bislang keinen signifikanten Zusammenhang der Häufigkeit des Auftretens von Brustkrebs mit vorausgegangenen Schwangerschaftsabbrüchen finden.

Psychische Folgen

Man kann nicht eindeutig sagen, ob es nach Schwangerschaftsabbrüchen überhaupt zu psychischen Folgen kommt. Laut einer umfassenden Langzeitstudie aus England, kam man zum Ergebis, dass Schwangerschaftsabbrüche das Risiko psychologischer Probleme im Vergleich zu ausgetragenen ungewollten Schwangerschaften nicht signifikant erhöhen.
Einige Studien zeigten sogar, dass Frauen, die eine ungewollte Schwangerschaft abbrachen, weniger psychische Probleme haben, als die, die sie austragen. Nach einem Schwangerschaftsabbruch zeigten einige Frauen sogar mehr Selbstbewusstsein und mehr Selbstwertgefühl.

Natürlich ist die Entscheidung für den Abbruch für eine Frau nicht leicht, sie ist mit Gewissenskonflikten unterschiedlichen Ausmaßes verbunden. Jedoch berichten viele Frauen nach dem Abbruch einer ungewollten Schwangerschaft über ein Gefühl der Erleichterung. Viele Frauen betreuen ihre Entscheidung nicht und geben an, dass sie unter ähnlichen Umständen wieder die gleiche Entscheidung treffen würden.

Mütter, bei denen ein Schwangerschaftsabbruch verweigert wurde, können sich nur schwer an die ungewollte Mutterrolle anpassen. Das Mutter-Kind-Verhältnis kann belastet sein. Solche Mütter können häufiger an Depressionen und psychosomatischen Krankheiten leiden. Deren Kinder zeigen im Durchschnitt schlechtere Schulleistungen und benötigen häufiger psychiatrische Behandlungen.

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Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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