Es ist wohl nicht verwunderlich, dass Ärzte vor dem Gebrauch von Genussmitteln in der Schwangerschaft abraten. Medizinisch gesehen sind Genussmittel nichts anderes als Suchtmittel oder Drogen, die der Mutter und dem Kind schädigen.
Alkohol erhöht das Risiko für Früh-, Fehl- oder Totgeburten. Zudem kann ein Alkoholmissbrauch zu Missbildungen und verminderter Intelligenz beim Kind führen. Der Alkoholkonsum kann außerdem zu Veränderungen der Schädelform, kleiner Kopfumfang, geringes Geburtsgewicht und Schäden am zentralen Nervensystem führen. Leider lässt sich nicht sagen, ob ein geringer Alkoholkonsum risikolos ist. Auch weiß man bis heute nicht, ab welcher Menge mit negativen Auswirkungen auf das ungeborene Kind zu rechnen ist. Deshalb ist es natürlich sinnvoll, während der Schwangerschaft vollständig auf Alkohol zu verzichten, um kein Risiko einzugehen. Besonders zu Beginn der Schwangerschaft existiert ein erhöhtes Risiko für Schädigungen beim Ungeborenen.
Auch das Rauchen hat während der Schwangerschaft negative Folgen für das Kind. Schwangere sollten daher unbedingt auf das Rauchen verzichten. Auch das „Passivrauchen" (indirekte Rauchen) ist schädlich und darf nicht verharmlost werden. Deshalb sollte auch der Vater während der Schwangerschaft, zumindest nicht in unmittelbarer Nähe der Schwangeren, rauchen.
Die Wirkungen von Koffein in der Schwangerschaft sind noch nicht eindeutig erforscht. Experten vermuten dass sie vor allem zu einem niedrigen Geburtsgewicht, Wachstumsverzögerungen im Uterus (Gebärmutter) und zu einer höheren Anzahl von Fehlgeburten führen. Zudem erschweren sie die Aufnahne von Eisen aus dem Darm und können auch den Bluthochdruck begünstigen.
Deshalb sollten schwangere Frauen ihren Kaffee- und Schwarzteekonsum möglichst einschränken.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.