Schwangerschaft bedeutet nicht für „Zwei essen". Man sollte nicht gnadenlos zuschlagen, da es überhaupt nicht notwendig ist, mehr zu essen. Es kommt vielmehr darauf an, welche Nahrung bzw. Nährstoffe aufgenommen werden.
Der Kalorienbedarf ist in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nicht erhöht. Erst ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft steigt der Energiebedarf, daher sollte eine schwangere Frau ab dem 4. Monat etwa 300 kcal pro Tag mehr zu sich nehmen. Das ist nicht viel. Dieser Mehrbedarf ist schon mit einer Scheibe Brot mit Belag und ein Glas Milch gedeckt. Wichtig ist vor allem die Auswahl von hochwertigen Speisen, die nicht viele Kalorien haben, dafür aber um so mehr Nährstoffe.
Schwangere sollten vor allem auf eine abwechslungs- und ballaststoffreiche Ernährung mit viel Frischkost und hochwertigen Produkten achten, sowie mindestens 2 Liter pro Tag trinken.
In der Schwangerschaft kommt es zu folgenden Stoffwechseländerungen:
Vor alem im ersten Schwangerschaftsdrittel kommt es zu einer erhöhten Insulinproduktion. Insulin ist ein Hormon, das den Blutzucker senkt. Deshalb kann es aufgrund der Mehrproduktion zu Unterzuckerungserscheinungen kommen. Daher ist auf eine ausreichende Zufuhr von Kohlenhydraten zu achten. Wichtig sind hier vor allem kleine mehrere Mahlzeiten, um einen möglischt konstanten Blutzuckerspiegel zu gewährleisten.
Eiweißbestand und Aminosäurengehalt bleiben bei der Schwangeren unverändert. Dafür ist jedoch der Aminosäurengehalt im Blut des Föten erhöht, da alle wichtigen Aminosäuren aktiv zum Fötus transportiert werden.
In der Schwangerschaft besteht ein hoher Energiebedarf, der jedoch nicht durch eine höhere Fettzufuhr gedeckt werden sollte. Dieser Mehrbedarf ist auf das Wachstum des Föten und der Plazenta zurückzuführen.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.