Als Schmerzmittel wird vor allem das Paracetamol empfohlen und als ungefährlich betrachtet, solange die empfohlene Dosierung nicht überschritten und es nur gelegentlich eingenommen wird. Durch eine Studie konnte man belegen, dass schwangere Frauen, die am Ende der Schwangerschaft regelmäßig oder sogar täglich Paracetamol nahmen, häufiger asthmatische Kinder zur Welt brachten. Daher empfehlen Experten, Paracetamol nicht öfter als ein bis zwei Mal pro Woche zu nehmen.
Alle anderen wirksameren Schmerzmittel vom NSAR-Typ (z.B. Ibuprofen) gelten nur in kleinen Dosen als unbedenklich. Eine Überdosierung kann insbesondere zu Herzfehlern des Kindes führen.
Aspirin sollte in der Regel vermieden werden, da es das Blut verdünnt. Es gibt jedoch Zustände wie z.B. wiederholte Fehlgeburt oder Präeklampsie, wo der Arzt unter Umständen Aspirin verschreibt. Das Aspirin kann in geringen Mengen bis zur 30. Schwangerschaftswoche nach Anweisung des Arztes bedenkenlos eingenommen werden.
In der Regel stehen ausreichend Antibitoka zur Verfügung, so dass die Anwendung gefährlicher Antibiotika nicht erforderlich ist. Zu den Antibiotika, die Schwangere einnehmen dürfen gehören Erythromycin, diverse Cefalosporine und Penizilline.
In der Schwangerschaft kann das Prazosin als Tablette zur Blutdrucksenkung eingenommen werden.
Auch das Kortison wie z.B. Prednison oder Prednisolon stellen keine Gefahr dar.
- Asthmamedikamente und Antihistaminika
Standard-Präparate der Asthmatherapie sowie einige Antihistaminika wie Meclozin oder Doxylamin können in der Schwangerschaft eingenommen werden. Antihistamine sind zwar für den Gebrauch in der Schwangerschaft nicht zugelassen, aber das bedeutet natürlich nicht, dass sie alle gefährlich sind.
Schleimlöser wie Acetylcystein (ACC) sind unbedenklich, wobei dessen Wirksamkeit fraglich ist.
Hauptbestandteil der Salben gegen Hautunreinheiten sind die Benzoylperoxide und Salicylsäure. Diese können in der Schwangerschaft ohne Bedenken angewandt werden, da sie nur tote Hautzellen lösen und so verstopfte Poren klären.
- Mittel gegen vaginale Pilzinfektionen (Candidose)
Antimykotische Salben können während der Schwangerschaft problemlos angewandt werden. Doch Vorsicht bei oralen Mitteln gegen Pilzinfektionen, diese sollten in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.