Der Mutterkuchen (Plazenta) übernimmt während der Schwangerschaft Aufgaben, die nach der Geburt von den Lungen, dem Magen-Darm-Trakt, der Leber und den Nieren des Kindes übernommen werden. Er agiert dabei als Austauschorgan, der das ungeborene Kind mit Nahrung und Sauerstoff versorgt.
Wird ein Kind über den Geburtstermin übertagen, altert die Plazenta und ist dann nicht mehr in der Lage, eine ausreichende Versorgung für das Kind zu gewährleisten.
Auch Erkrankungen der Mutter im Laufe der Schwangerschaft, wie Beispielsweise Bluthochdruck oder Schwangerschaftsdiabetes können Funktion der Plazenta einschränken.
Weitere Faktoren für eine Plazenta-Insuffizienz können auch zu Beginn der Schwangerschaft Probleme auslösen. Beispielsweise eine zu schwache Gebärmutterschleimhaut, die das Einnisten der befruchteten Eizelle erschwert und dadurch auch keinen ausreichenden Halt an der Wand der Gebärmutter für die Plazenta ermöglicht.
Raucherinnen haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für eine Plazenta-Insuffizienz, da das Nikotin sich negativ auf die Plazentazotten auswirkt. Der Mutterkuchen ist dann zu klein um das Kind ausreichend zu versorgen.
Dies alles sind Beispiele einer chronischen Plazenta-Insuffizienz, das heißt die Versorgung des Kindes wird zunehmend schlechter, ist aber immer noch zu einem gewissen Grade gewährleistet.
Anders bei der akuten Plazenta-Insuffizienz, deren Ursache beispielsweise ein Wehensturm, eine vorzeitige Lösung der Plazenta oder Nabelschnurkomplikationen sein können. Dieses akute Ereignis bedeutet Lebensgefahr für das Kind, da es einen Sauerstoffmangel erleidet.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.