Bei länger anhaltender Sterilität des Mannes nehmen die Chancen mehr und mehr ab, sie erfolgreich behandeln zu können. Nach Ablauf von zwölf Monaten sollte das Paar daher bereits den Rat eines Arztes einholen.
Nach einer Sterilitätsbehandlung tritt in bis zu 20 Prozent eine Schwangerschaft ein. Da es allerdings nach einer Sterilitätsbehandlung vermehrt zu Fehl- und Frühgeburten kommen kann, können sich nur etwa zehn Prozent der Paare so glücklich schätzen, letztendlich auch Eltern zu werden. Mehrlingsschwangerschaften kommen nach Sterilitätsbehandlungen häufiger vor. Auch nach einer Sterilisation des Mannes können die Samenleiter in etwa 85 Prozent wieder erfolgreich verbunden werden.
In gut 45 Prozent der Fälle gelingt es dem Mann im Anschluss, ein Kind zu zeugen. Männer mit Zeugungsproblemen entwickeln in etwa 0,5 Prozent der Fälle Hodentumoren. Der Ultraschall-Untersuchung kommt daher eine besondere Bedeutung zu.
Angeborenen Ursachen einer Sterilität des Mannes kann nicht vorgebeugt werden. Ansonsten kann das Paar durch eine gesunde Lebensweise ohne übermäßiges Rauchen, Alkohol, Drogen oder Stress und durch eine vertrauensvolle Partnerschaft das Risiko einer Sterilität mindern. Eine Sterilisation sollte der Mann im Vorfeld immer gut durchdenken.
Vor sexuell übertragbaren Erkrankungen wie Chlamydien-Infektionen, die zu einer Unfruchtbarkeit führen können, kann sich der Mann durch Kondome schützen.