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Fruchtbarkeitsstörungen Mann - Therapie


Fruchtbarkeitsstörungen beim Mann werden in vielen Fällen therapiert...

Die Basis in der Sterilitätstherapie des Mannes bildet zunächst eine Untersuchung der Spermien, das so genannte Spermiogramm. Außerdem wird, wie bei der Frau, auch beim Mann die Funktion des Hormonhaushalts überprüft. In einigen Fällen und bei aussagekräftigen Untersuchungsergebnissen kann die Sterilität des Mannes ursächlich behandelt werden.

Bei einem Testosteronmangel beispielsweise unterziehen sich die betroffenen Männer meist einer Hormontherapie mit Testosteron. Je nach Ursache des Testosteronmangels kommen unter Umständen auch weitere Hormone zum Einsatz. Bakterielle Infektionen im Genitalbereich beispielsweise durch Chlamydien erfordern in der Regel eine Behandlung mit Antibiotika.

Liegen in der Samenflüssigkeit Antikörper gegen Spermien vor, profitieren einige Männer von der Einnahme von Kortikosteroiden, die das körpereigene Immunsystem unterdrücken. Die retrograde Ejakulation bei vorliegendem Diabetes mellitus kann mit so genannten Sympathikomimetika behandelt werden. Sie sorgen für einen festeren Verschluss des Harnblasenausgangs, sodass das Ejakulat nicht mehr in die Harnblase, sondern wieder nach außen abfließen kann. Entsteht nach einer Sterilisation überraschend wieder ein Kinderwunsch, gibt es die Möglichkeit, die ursprünglich durchtrennten Samenleiter mikrochirurgisch wieder zu verbinden.

Lässt sich die Sterilität des Mannes nicht ursächlich behandeln, stehen verschiedene Verfahren der künstlichen Befruchtung zur Verfügung, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen. Bei der so genannten Insemination (Samenübertragung) werden durch Masturbation gewonnene Spermien speziell aufbereitet und direkt in Gebärmutter oder Eileiter übertragen.

So wird beispielsweise eingeschränkt beweglichen Spermien der Weg zur Eizelle weitestgehend erspart. Bei der In-vitro-Fertilisation (IVF) werden der Frau Eizellen entnommen und außerhalb des Körpers mit Spermien des Partners zusammengeführt. Wurden die Eizellen befruchtet, setzt sie der Arzt in die Gebärmutter ein. Die intrazytoplasmatische Spermatozoeninjektion (ICSI) benötigt nur ein einzelnes Spermium, welches mit einer winzigen Nadel direkt in eine entnommene Eizelle eingespritzt wird.

Die befruchtete Eizelle wird schließlich wie bei der IVF in die Gebärmutter eingebracht. Enthält die Samenflüssigkeit des Mannes beispielsweise bei verschlossenen Samenleitern keine Spermien (Azoospermie), gibt es die Möglichkeit, sie direkt aus dem Hoden oder Nebenhoden über einen kleinen Eingriff in örtlicher Betäubung zu entnehmen.

 

 


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Letzte Aktualisierung am 26.03.2009.

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