Bis vor etwa 20 Jahren waren die Therapiemöglichkeiten bei ungewollter Kinderlosigkeit sehr begrenzt.
Eine Adoption war dann meist die einzige Möglichkeit, ein Kind zu bekommen. Die Chancen, ein gesundes und junges Adoptivkind zu bekommen, waren jedoch früher auch wesentlich größer als heute.
Das lag zum einen daran, dass wesentlich mehr junge Frauen ungewollt schwanger wurden. Diese wollten ihr Kind nicht abtreiben, aber häufig auch nicht aufziehen. Somit gaben sie es nach der Geburt zur Adoption frei.
Heute kommen Fälle dieser Art kaum noch vor. Es wird einerseits besser verhütet oder, wenn dann doch eine Schwangerschaft entsteht, in aller Regel abgetrieben.
Zum anderen, wurden in früheren Zeiten mehr Kinder aufgrund von Krieg oder Krankheit zu Halb- oder Vollwaisen. Diese konnten anders als durch eine Adoption nicht mehr versorgt werden.