Bei der Insemination werden vorpräparierte Spermien des Mannes direkt in die Gebärmutter eingebracht. Bei Frauen mit unregelmäßigem Zyklus erfolgt diese Methode in Kombination mit einer Hormonbehandlung. Der Arzt spritzt dann Spermien mit einer auf einen Katheter aufgesetzten Spritze durch den Muttermund in die Gebärmutterhöhle.
Die Kosten belaufen sich auf etwa 300€ pro Zyklus, wobei die gesetzlichen Krankenkassen bei bis zu acht Zyklen die Kosten übernehmen.Da die Befruchtung durch die Samenflüssigkeit des eigenen Partners stattfindet, spricht man auch von homologer Insemniation.
Die Erfolgsrate liegt bei etwa 10 Prozent. Im Gegensatz dazu steht die Fremdinsemniation (heterogene insemniation) mit dem Samen eines unbekannten Spenders. Der Samen entstammt dann in der Regel aus einer Samenbank. Diese Art der Behandlung ist seit 1986 in Deutschland legal, wenn in der betroffenen Familie Erbkrankheiten vorliegen, der Partner nicht ausreichend bewegliche Spermien besitzt, schwerwiegende Infektionen, wie HIV, vorliegen oder ein starker Kinderwunsch bei allein stehenden oder lesbischen Frauen besteht.
Die Samenproben werden von gesunden Männern im Alter zwischen 20 und 39 Jahren zur Verfügung gestellt. Die Spender werden in den Samenbanken nach Blutgruppen, genetischen Merkmalen, Beruf und Interessenprofil kategorisiert. Der Spender selbst bleibt anonym. Er ist vor Ansprüchen durch das Empfängerpaar geschützt. Die Kosten einer Frendinsemniation belaufen sich beim ersten Versuch auf etwa 1800€, weitere Versuche kosten dann 300€. Diese Kosten werden von den Krankenkassen nicht übernommen.