Sind gar keine Spermien in der Samenflüssigkeit vorhanden, versucht man, sie operativ aus den Hoden zu entnehmen (MESA bzw. TESE). Bei der MESA (mikrochirurgisch epidymale Spermienaspiration) werden die Spermien aus den Nebenhoden gewonnen. Dazu wird unter örtlicher Betäubung der Samenleiter chirurgisch freigelegt und die darin enthaltenen Spermien mit einer Hohlnadel abgesaugt.
Falls in den Nebenhoden keine Spermien vorhanden sind, werden durch das Verfahren der TESE (testikuläre Spermienextraktion) diese direkt aus dem Hoden gewonnen. Dazu wird aus mehreren Stellen des Hodens eine Gewebeprobe entnommen und ein Teil der Spermien für folgende Behandlungen eingefroren.
Die Kosten für eine ICSI-Behandlung liegen bei etwa 1900€. Die Kasse zahlt bei bis zu drei Versuchen die Hälfte der Behandlungskosten, wenn zwei stark eingeschränkte Spermiogramme vorliegen, oder der Anteil gut beweglicher Spermien unter 15 Prozent liegt. Zusätzliche Medikamentenkosten von bis zu 1500€ muss das Paar selbst tragen.