Die Brustverkleinerung (auch Mammareduktionsplastik) ist eine plastisch-chirurgische Operation, bei der das Volumen der Brüste verkleinert wird. Sie wird meistens kombiniert mit einer Bruststraffung (Mastopexie).
Frauen, die sehr große Brüste haben, entwickeln häufig im Laufe des Lebens starke Rückenschmerzen und schmerzhafte Verspannungen der Muskulatur, die durch das Gewicht der Brüste entstehen. Diese Verspannungen können Haltungsschäden und Kopfschmerzen und/oder Nackenschmerzen verursachen. Eine Brustverkleinerung kann solche Beschwerden oft beheben, wenn das Gewicht der Brüste die Ursache der Probleme ist.
Des Weiteren können häufige Entzündungen in der Brustfalte und eine starke Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit und Bewegungsfreiheit ein medizinischer Anlass für eine solche Operation sein.
Wenn die Brustverkleinerung medizinisch notwendig ist, muss dies von einem Arzt in einer gründlichen Untersuchung festgestellt und in einem Attest bestätigt werden. Nur dann übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Eingriff. Die Verkleinerung wird in der Regel bezahlt, wenn mehr als 500 Gramm Gewebe pro Seite entfernt werden und keine anderen Therapiemaßnahmen wie Sport, Gewichtsreduktion und Krankengymnastik die Rückenschmerzen lindern.
Eine Brustverkleinerung kommt aber auch aus ästhetischen Gründen in Frage, wenn betroffene Frauen mit ihren großen, häufig auch hängenden oder asymmetrischen Brüsten unzufrieden sind, sich unwohl fühlen und dadurch psychisch belastet sind. Wird die Operation auf Wunsch der Patientin aus ästhetischen Gründen vorgenommen, müssen die Kosten privat bezahlt werden.
Bei Männern kann es durch Veränderungen im Hormonhaushalt zur Ausbildung von Brüsten (so genannte Gynäkomastie) kommen, sodass Betroffene sich auch für eine Brustverkleinerung entscheiden können.