Die Fettabsaugung wird meist ambulant durchgeführt, das heißt die Patienten kommen nur für den Eingriff in die Klinik und können anschließend wieder nach Hause gehen.
Das Eingriffsgebiet wird dann nur örtlich betäubt (Lokalanästhesie). Wenn ein größeres Volumen entfernt werden soll, wird die OP unter Vollnarkose durchgeführt und erfordert dann eine stationäre Aufnahme.
Unabhängig von der Methode wird bei jeder Fettabsaugung das Unterhautfettgewebe komplett entfernt oder reduziert. Der Chirurg führt dabei Kanülen, die an eine Absaugpumpe angeschlossen sind, unter die Haut ein und bewegt sie hin und her, um das Fettgewebe zu lösen und im gesamten Bereich zu entfernen.
Nach dem Eingriff wird je nach Körperpartie ein straffer Verband oder Mieder angelegt.
Wie bei jedem operativen Eingriff kann es bei einer Fettabsaugung zu Infektionen, Wundheilungsstörungen, überschießender Narbenbildung, Abstreben von Gewebe, Schwellungen und Blutungen kommen. Außerdem ist nicht auszuschließen, dass das Gefühl in der Haut durch den Eingriff gestört wird. Diese Taubheit oder Missempfindung verschwindet normalerweise nach einigen Wochen oder Monaten wieder, kann aber auch dauerhaft bestehen bleiben.
Durch den Eingriff kann es zu einem mehr oder minder starken Flüssigkeitsverlust kommen, der im schlimmsten Fall einen Volumenmangelschock verursacht. Dem Flüssigkeitsverlust kann aber durch die Gabe von Infusionen entgegengewirkt werden.
In sehr seltenen Fällen kann es durch eine Störung in der Blutgerinnung zu Thrombosen oder Embolien kommen.
Auch die Narkose birgt gewisse Risiken, wie zum Beispiel allergische Reaktionen, Übelkeit und Erbrechen, über die der Anästhesist die Patientin vor dem Eingriff aufklärt.
Über die Häufigkeit dieser Komplikationen und das individuelle Risiko (bei Rauchern kommt es beispielsweise häufiger zu Thrombosen als bei Nichtrauchern) sollte der behandelnde Arzt den Patientin ausführlich informieren.