Die Operation dauert etwa ein bis zwei Stunden und wird unter örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) oder in einem leichten Dämmerschlaf durchgeführt. Auf besonderen Wunsch kann die OP auch unter Vollnarkose durchgeführt werden.
Eine Behandlung unter Lokalanästhesie wird ambulant durchgeführt, die Patienten können also nach einer kurzen Ruhephase direkt nach Hause gehen. Allerdings sollten sie sich von einer Begleitperson abholen lassen, da die Patienten nach der OP eine eingeschränkte Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit durch die Betäubungsmittel haben können und deshalb nicht Auto fahren dürfen.
Ein Eingriff unter Vollnarkose erfordert meist einen stationären Aufenthalt von einer Nacht. Dies gilt insbesondere, wenn Ober- und Unterlider gleichzeitig operiert werden.
Der häufigste ästhetische Eingriff im Gesicht ist die Korrektur von Schlupflidern.
Der Chirurg setzt einen Schnitt quer über das bewegliche Oberlid, etwa 8mm von der Lidkante entfernt. So liegt die Narbe in der natürlichen Lidfalte und wird später kaum zu sehen sein.
Anschließend werden vom Oberlid überschüssige Haut und Fettgewebe entfernt, sodass das Auge insgesamt straffer wird.
Oft wird zusätzlich auch der Lidmuskel gestrafft, falls die Schlupflider durch eine Schwäche des Lidmuskels bedingt sind oder dadurch verstärkt werden.
Es kann auch vorkommen, dass Schlupflider durch herabgesunkene Augenbrauen verstärkt werden. In diesem Fall werden zuerst die Augenbrauen korrigiert und gehoben (das so genannte Brauenlifting) und anschließend die Schlupflider operiert.
Auch Tränensäcke, die sich am unteren Augenlid bilden, können operativ korrigiert werden. Der Eingriff verläuft ähnlich wie bei der Korrektur der Schlupflider. Der Chirurg setzt den Schnitt etwa 2mm unterhalb des unteren Lidrands und kann von hier aus erschlaffte Haut und überschüssiges Fettgewebe entfernen. Zusätzlich können die Haltemembran und der Lidmuskel gestrafft werden.
Falls nur Fettgewebe entfernt werden muss, ohne die Haut zu straffen, kann der Schnitt auch innerhalb des Augenlids erfolgen, sodass später keine Narbe mehr zu sehen sein wird. Auch im anderen Fall bleibt die Narbe sehr unauffällig, weil sie direkt unter dem Wimpernkranz verläuft.
Im Anschluss an den Eingriff wird der Hautschnitt mit einem feinen Faden vernäht und kühle Kompressen auf die Augen gelegt, um Schwellungen und der Entstehung von Blutergüssen vorzubeugen. Bei der Unterlidkorrektur wird häufig zusätzlich ein stützender Pflasterverband angelegt.