Nachblutungen sind nicht auszuschließen, treten jedoch sehr selten auf.
In seltenen Fällen kommt es im Wundbereich durch die Verletzung von Nerven zu Taubheitsgefühlen oder Überempfindlichkeit, die mit der Zeit meist wieder verschwinden, unter Umständen aber auch dauerhaft bestehen bleiben können.
In sehr seltenen Fällen kann es zu Wundheilungsstörungen und überschießender Narbenbildung kommen. Eine stark bindegewebig und „knotig" veheilte Narbe kann eine zweite Operation notwendig werden lassen. Manchmal führt diese Narbenbildung zu Asymmetrien, die ebenfalls durch einen weiteren Eingriff korrigiert werden können.
In seltenen Fällen kommt es zu Infektionen, die mit Antibiotika behandelt werden müssen und besonders bei immungeschwächten Patienten auch innere Organe befallen können.
Außerdem besteht bei der Otoplastik die Gefahr der Entstehung von Thrombosen oder Embolien, was aber nur bei sehr wenigen Patienten vorkommt.
Manche Patienten reagieren allergisch auf verwendete Materialien, Betäubungsmittel oder Medikamente. Die Folgen einer solchen allergischen Reaktion reichen von harmlosen Hautausschlägen bis hin zu lebensbedrohlichem Herz-Kreislauf-Versagen.
Der Verband, der im Anschluss an die Operation angelegt wurde, wird etwa eine Woche lang getragen. Danach wird ein spezielles Stirnband über Nacht angelegt.
Die Patienten sollten eine Woche nach dem Eingriff keine schweren körperlichen Arbeiten erledigen. Kinder sollten in dieser Zeit von Schule oder Kindergarten befreit werden.
Sport sollte etwa vier Wochen lang nicht getrieben werden und beim Sonnenbaden sollten Patienten darauf achten, die Narben möglichst mit kleinen Pflastern abzudecken. Sie könnten sich sonst dauerhaft dunkel verfärben.