Anbauverbände fassen verschiedene Betriebe aus der ökologischen Landwirtschaft zusammen. Das können Bio-Bauernhöfe sein, aber ebenfalls verarbeitende Betriebe wie Fleischereien, Bäckereien, Brauereien oder Molkereien. Teils sind auch Läden und Restaurants an die Verbände angegliedert.
Anbauverbände geben eigene Richtlinien zur Erzeugung der Bio-Lebensmittel heraus. Die Richtlinien gehen deutlich weiter als die EG-Öko-Verordnung. Die europäische Verordnung lässt beispielsweise bis zu fünf Prozent Nicht-Bio-Zutaten bei den Produkten zu. Die Anbauverbände in Deutschland verpflichten sich dagegen, zu 100 Prozent reine Bio-Ware zu verwenden. Erfüllt ein Betrieb die Voraussetzungen des Verbandes, kann er sich dafür zertifizieren lassen. Um zu überprüfen, ob die Richtlinien eingehalten werden, führen die Anbauverbände immer wieder Kontrollen bei ihren Mitgliedern durch.
Umgekehrt können auf den Produkten Name und Grafik des Anbauverbandes verwendet werden. Sich einem Anbauverband zu verschreiben, bedeutet eine gute Werbung für einen Betrieb beziehungsweise ein Produkt. Viele Kunden kennen die Logos der Verbände und wissen um die Qualität der Produkte.
Oftmals haben die Anbauverbände Demonstrationsbetriebe. Dort können sich Interessierte vor Ort anschauen, wie die Produkte hergestellt werden.