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Genmanipulierte Lebensmittel


Was zeichnet die genmanipulierten Lebensmittel aus?

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) können in der herkömmlichen Landwirtschaft eingesetzt werden. Bei der Gentechnik wird das Erbgut von Lebewesen verändert, so dass neue, möglichst vorteilhafte Eigenschaften entstehen. In der Landwirtschaft ist die so genannte Grüne Gentechnik von Bedeutung, also die genetische Veränderung von Pflanzen. So können beispielsweise Nutzpflanzen erzeugt werden, die widerstandsfähiger sind oder mehr Nährstoffe oder andere Substanzen bilden.

Derzeit beschränkt sich die landwirtschaftliche Gentechnik auf Pflanzen. Eine Genmanipulation von Tieren (Rote Gentechnik) zur Nahrungsmittelproduktion ist bis dato nicht erlaubt. Die Effekte der Gentechnik sind nicht genau überschaubar. Probleme wie unkontrollierte Ausbreitung, Auswirkungen auf andere Lebewesen oder die Bildung von ungesunden Stoffen können auftreten. Ab einem Anteil von 0,9 Prozent gentechnisch veränderter Bestandteile muss ein Lebensmittel speziell gekennzeichnet werden.


Was ist Gentechnik?

Gentechnik ist die gezielte Veränderung des Erbguts von Lebewesen.
Es entstehen gentechnisch veränderte Organismen (GVO), die andere Eigenschaften als das Ursprungs-Lebewesen aufweisen. Dabei wird erzielt, dass sich günstige Eigenschaften herauskristallisieren. Der Anbau soll einfacher werden und die Produktqualität besser.

Die Gentechnik an Pflanzen wird Grüne Gentechnik genannt. Die genetische Veränderung wird erzielt, indem bestimmte Einzelgene in das Erbgut gebracht werden (Transformation). Dafür gibt es mehrere Methoden. Die Gene können über eine so genannte Genkanone buchstäblich in eine Zelle geschossen werden, wobei als Trägersubstanz Gold oder Wolfram verwendet werden kann. Sie können ebenfalls über eine bestimmte Bakterienart (Agrobacterium tumefaciens) auf Pflanzenzellen übertragen werden. Dann gibt es noch die so genannte Protoplasten-Transformation, die aber in der Praxis kaum erfolgreich ist.

Auf der ganzen Welt werden auf etwa 10 Prozent der kompletten Anbaufläche gentechnisch veränderte Pflanzen gezogen. Einen besonders hohen Anteil an Gen-Äckern weisen die USA aus, aber viele weitere Staaten wie Brasilien oder Argentinien haben ebenfalls bedeutende Anbaugebiete für Gen-Pflanzen. In Deutschland ist der Anteil dagegen verschwindend gering, nur auf ganz wenigen Feldern werden Gen-Sorten angebaut. Global werden besonders Sojabohnen, Mais, Baumwolle und Zuckerrüben als genetisch veränderte Variante angebaut, daneben auch viele weitere Pflanzen wie Raps, Kartoffeln, Papayas oder andere Obst-und Gemüsesorten.

In der EU sind nur die Amflora-Kartoffel und die Maissorte MON810 (Bt-Mais) als gentechnisch veränderte Pflanzen zum Anbau zugelassen. Für den MON810-Mais gilt aber in Deutschland ein Anbauverbot. Dafür wird er in anderen EU-Ländern wie Tschechien und Spanien bereits in größerem Maße gezogen. Der Gen-Mais kann als Futtermittel verwendet werden, die Gen-Kartoffel zur Stärkeproduktion als Grundlage für Papier, Kleber oder Textilien.

Gentechnik bei Tieren (Rote Gentechnik) ist derzeit verboten, wenn sie für die Erzeugung von Nahrungsmitteln genutzt wird. Doch Tierfutter, das genetisch veränderte Pflanzen enthält, kann eingesetzt werden. Hier ergibt sich eine Grauzone, denn die Produkte von den mit Gen-Futter ernährten Tieren müssen nicht gekennzeichnet werden.

 


Genmanipulierte Lebensmittel - Vorteile Gentechnik »

Letzte Aktualisierung am 13.07.2011.

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