Die biologische Landwirtschaft ist in vielen Aspekten wünschenswert. Sie kann dazu beitragen, die Umwelt zu schonen, die Artenvielfalt zu erhalten und das Klima zu schützen. Insbesondere zahlt sich eine nachhaltige Wirtschaftsweise aus, damit die Böden auch in Zukunft genutzt werden können und die Natur intakt bleibt. Aber die Bauernhöfe der Welt haben eine begrenzte Kapazität. Die möglichen Anbauflächen sind zwar ausgedehnt, aber es ist zweifelhaft, ob ausnahmslos alle Menschen von Bio-Produkten ernährt werden könnten.
Viele Fachleute sind der Ansicht, dass eine Versorgung der Menschen auf der Welt mit ausreichend Nahrung prinzipiell gelingen kann. Im Durchschnitt wird heute ein deutlicher Überschuss an Nahrungsmitteln beziehungsweise Nährstoffen produziert, so dass theoretisch jeder Mensch ungefähr zweifach versorgt werden könnte. Dieser Durschschnittwert trügt jedoch, denn die Verteilung zwischen reichen Nationen und Entwicklungsländern ist höchst unterschiedlich. Hier muss die Menschheit Lösungen finden, auch die armen Regionen mit Nahrung zu versorgen.
Bei einem großen Teil der Experten gilt die konventionelle Landwirtschaft zur Welternährung als unersetzlich. Auf technische und chemische Maßnahmen kann ihrer Meinung nach nicht verzichtet werden. Chemikalien und vielleicht sogar die Gentechnik werden als notwendig angesehen, um die landwirtschaftliche Produktion zu sichern. Nur so sollen genug Lebensmittel erzeugt werden können.
Andere Fachleute sind der Auffassung, dass eine vernünftige Ernährung der Welt in Zukunft nur über den Weg der Bio-Landwirtschaft gelingen kann. Nur mit der ökologischen Wirtschaftsweise ist aus ihrer Sicht eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen möglich.