Triglyceride sind die Größte Gruppe der Nahrungsfette. Der Körper kann sie jedoch aus Zucker oder Alkohol auch selbst herstellen. Alle Fette (Lipide) haben die gemeinsame Eigenschaft, dass sie sich nicht in Wasser lösen können. Um trotzdem im Blut von einem Organ zum anderen transportiert werden zu können, benötigen sie deshalb Transportproteine, sogenannte Lipoproteine. Es gibt verschiedene Sorten von Lipoproteinen, die unterschiedliche Fette transportieren. Für die Triglyceride sind vor allem die Chylomikronen und die VLDL (very low density lipoproteins) verantwortlich.
Triglyceride sind ein wichtiger Energielieferant und enthalten wesentlich mehr Energie als Zucker oder Eiweiß. Übersteigt die aufgenommene Nahrung den körperlichen Bedarf, dienen die Triglyceride als Energiespeicher und bilden in den Fettzellen die Fettdepots aus. Gesunde Erwachsene speichern im Durchschnitt etwa acht Kilogramm Fett in den Fettzellen. Diese Energie würde für einen Zeitraum von etwa 40 Tagen ausreichen.
Ist der Stoffwechsel der Fette gestört, sind die Triglyceride und ihre Transportproteine, die VLDL und Chylomikronen, im Blut erhöht. Das Blut wird dickflüssiger und es können sich an den Wänden der Blutgefäße Ablagerungen bilden, sogenannte arteriosklerotische Plaques. Das Blut kann dann nicht mehr genug Sauerstoff zu den wichtiger Organen wie Herz und Gehirn transportieren. Dadurch steigt das Risiko für Herzkreislauferkrankungen um ein Vielfaches an.
Besonders in Verbindung mit erhöhten Cholesterinwerten ist eine Hypertriglyceridämie eine große Gefahrenquelle für die Entstehung von Herzinfarkten. Die Blutwerte der Triglyceride werden zum einen durch die Ernährung, zum anderen durch Grunderkrankungen oder Medikamente beeinflusst.
Übergewichtige Personen, aber auch Diabetiker, haben meist zu hohe Triglyceridwerte. Nierenerkrankungen sowie eine Schilddrüsenunterfunktion können ebenfalls den Wert der Triglyceride im Blut erhöhen. Auch ein erhöhter Alkoholkonsum lässt die Blutfette ansteigen. Die Hypertriglyceridämie kann jedoch auch erblich bedingt sein. In diesem Fall liegt meist ein Defekt eines Enzyms vor, dass für den Abbau der Fette im Körper verantwortlich ist. Auch eine Überproduktion der Triglyceride in der Leber kann für den hohen Triglyceridwert verantwortlich sein.