Der Begriff Orthorexie bezeichnet ein Essverhalten, bei dem die Betroffenen sehr streng darauf achten, sich gesund zu ernähren. Sie sind so fixiert auf ihre Ernährung, dass Ernährungs- und Suchtberater schon von einer Art Krankheit sprechen.
Die Bezeichnung Orthorexie setzt sich aus den griechischen Begriffen „Orthos" - der Richtige und „òrexi" - Appetit zusammen. Sie wurde 1997 erstmals durch den Mediziner Steven Bratman beschrieben, der das Verhalten der Magersucht (Anorexie) gegenüberstellte.
Es ist jedoch immer noch stark umstritten, ob die bei der Orthorexie auftretenden Symptome überhaupt als Krankheitsbild bezeichnet werden können.
Wie oft Orthorexie in Deutschland vorkommt, ist noch nicht ausreichend untersucht. Eine italienische Studie geht von 6% Orthorektikern innerhalb der italienischen Bevölkerung aus.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.