Laktose ist ein sogenanntes Disaccharid, das heißt, es besteht aus zwei Zuckerteilchen (Zuckermolekülen). Diese werden durch das körpereigene Enzym Laktase im Darm gespalten, um dann vom Körper aufgenommen und verwertet werden zu können.
Im Falle der Laktoseintoleranz liegt ein Mangel des Enzyms Laktase vor, die Laktose kann also nicht mehr aufgespalten werden. Sie gelangt unverwertet in den Dickdarm und wird dort von Bakterien abgebaut.
Bei diesem bakteriellen Abbau entstehen Kohlendioxid (CO2), Wasserstoff (H2) und Milchsäure als Abbauprodukte. Diese lösen bei den Betroffenen schwere Durchfälle und Darmkrämpfe aus.
Die primäre Form der Laktoseintoleranz wird vererbt und führt dann schon in der ersten Phase der Milchernährung beim Säugling zu Störungen.
Im Vergleich dazu wird die sekundäre Form im Laufe des Lebens erworben. Die Betroffenen leiden entweder schon unter einer anderen Verdauungsstörung, wie beispielsweise der einheimischen Sprue (Glutenunverträglichkeit) oder einer anderen Dünndarmerkrankung. Auch durch falsche Ernährung kann eine Laktoseintoleranz ausgelöst werden.
Wenn sehr selten Milch verzehrt wird, geht die Aktivität des Enzyms Laktase zurück. Wird dann wieder Milch über die Nahrung aufgenommen, kann der darin enthaltene Milchzucker nicht mehr verwertet werden.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.