Fructose gehört zu den Einfachzuckern (Monosacchariden) und damit zu den Kohlehydraten. Im Volksmund wird die Fructose oftmals nur schlicht Fruchtzucker genannt. Die Fructose ist selbst im herkömmlichen Haushaltszucker enthalten, wobei sie jedoch in der so genannten gebundenen Form zu finden ist, die aus je einem Molekül von Trauben- und Fruchtzucker besteht. Aufgrund der sehr guten Lagerungs- und Transportmöglichkeit der Fructose wird diese immer mehr als Zuckerersatz in zahlreichen Lebensmitteln verarbeitet. Die Fructose wirb bei zahlreichen Menschen in der Verdauung recht gut vertragen und zeigt sich mit der Eigenschaft, dass der Darm sie gut aufnimmt und an die Darmzellwände abgibt, die diese wiederum mittels dem weiteren Stoffwechsel die Bestandteile an ihren Bestimmungsort befördert.
Die Fructose kommt in natürlicher Weise in Honig oder auch im Obst vor. Fructose findet sich zudem im herkömmlichen Haushaltszucker, wobei sie sich hier beispielsweise in Rübenzucker wieder findet und demzufolge zu einem Zweifachzucker wird. Fructose findet sich in zahlreichen Getränken und Nahrungsmitteln. Hierzu zählen neben dem oben genannten Obst und Honig, Fruchtsäfte, Trockenfrüchte, Marmeladen, Frühstückscerealien, Nüsse, Müsli, Haferflocken, Corn Flakes, Essig, Wurst, Konserven, Alkohol, Gewürzmischungen, Limonaden, Schokoladenprodukte, Kaugummi, Süßwaren und Produkte für Diabetiker. Fatal ist besonders bei einer bestehenden Unverträglichkeit, dass sich Fructose in vielen Lebensmitteln befinden, die auf der Verpackung nicht explizit die Fructose oder auch Sorbit (wandelt sich zu Fructose!) ausgewiesen sind.
Die Fructose wird nach der Nahrungsaufnahme im Darm zumeist gut vertragen, zumal der Organismus die Fructose langsamer resorbiert als die Glukose. Auch bei der Aufnahme in den Blutkreislauf wird die Fructose zeitlich langsamer transportiert und bietet damit einen entschiedenen Vorteil gegenüber dem Traubenzucker. Aufgrund ihrer Beschaffenheit wird die Fructose im besonderen Maße Lebensmitteln für Diabetiker beigefügt und dient somit als Zuckeraustauschstoff, um den Blutzuckerspiegel niedrig zu halten,
Bietet der Fruchtzucker auch einige Vorteile gegenüber anderen Zuckerarten, so ist auch ein Nachteil zu erkennen. Ein Zuviel an Fructose stimuliert die so genannte Fettsynthese und verstärkt dadurch das Risiko einer Gewichtszunahme. Zudem wird von dem Körper die Fructose nie komplett aufgenommen, was gerade bei Kleinkindern (nach übermäßiger Zufuhr) zu anhaltenden Durchfällen führen kann. Auch sind bei zahlreichen Erwachsenen eine Fructoseunverträglichkeit möglich, da hier eine Störung im Ablauf des Darms zu finden ist und die Restbestandteile der Fructose im Darm verbleiben und mittels Bakterien zersetzt werden. Eine Unverträglichkeit zeigt sich dann unter anderem in Durchfällen, Blähungen, Schmerzen oder einem Reizdarmsyndrom. Hier sollten Fructosehaltige Lebensmittel am besten ganz vermieden werden, was im besonderen Maße auch für Säuglinge oder Kleinkinder gilt.