Herkunft Brennnessel
Die Große Brennnessel Urtica dioica und die Kleine Brennnessel Urtica urens unterscheiden sich in der Wuchsgröße und im Alter und finden als Heilkräutertee bereits seit sehr langer Zeit ihren Einsatz in Sachen Heilung und Linderung zahlreicher Beschwerden. Beide Pflanzen lieben Stickstoff, weshalb sie sich bevorzugt an Schutthalden, neben Straßen, sowie feuchte Gebiete, wie Gräben und Auwälder finden lassen. Für medizinische Zwecke wird die Brennnessel allerdings gezielt und geschützt gezüchtet. Das ursprüngliche Vorkommen findet sich überall auf der Welt, da diese Pflanze sehr anpassungsfähig ist und im Volksmund zumeist als Unkraut bezeichnet wird, weil die Brennnessel selbst an gepflasterten Wegen ungehindert wachsen kann.
Inhalts- und Wirkstoffe der Brennnessel
Bereits im Mittelalter wurde die Brennnessel zum Beispiel als Tee eingesetzt, da ihr dank ihrer Inhaltsstoffe nicht nur Heilunterstützende Wirkungen nach gesagt wurden, sondern selbst bei Libidoproblemen einen wirksamen Einsatz fand. Auch heute zeigt sich die Brennnessel und hier im Besonderen natürlich der Brennnessel Tee als eines der beliebtesten Aufgussgetränke in Sachen Gesundheit. Mineralsalze, Flavonoide, Kieselsäure, Serotonin und Histamin sind die Hauptwirkstoffe der Brennnessel. Daneben finden sich zum Beispiel allerdings auch Spuren von Ameisensäure oder Acetylcholin.
Anwendungsgebiete
Der Brennnesseltee wird bevorzugt zur Entwässerung des Körpers eingesetzt. Dank der Durchspülung der Ausscheidungsorgane und somit auch den Nieren, werden mögliche Bakterien ebenso mit ausgespült als auch ein Nierengrieß unterbunden. Auch bei rheumatischen Beschwerden findet dieser Heilkräutertee Verwendung, da sich auch hier eine Verbesserung aufzeigen kann, die auch auf eine Prostatavergrößerung im Anfangsstadium zu trifft. Weitere Anwendungsgebiete sind Menstruationsbeschwerden, Gicht, Hautausschläge, Allergien (bedingt) und auch bei Wunden oder Nasenbluten.
Darreichungsform, Zubereitung und Besonderheiten
Erhältlich ist der Brennnesseltee sowohl in Beutel als auch in loser Form und kann alleine ebenso genossen werden als auch in der Kombination mit weiteren Heilkräutern. Die Aufgusszeit sollte zwischen drei und fünf Minuten liegen und bei der Tagesdosierung bei rund drei bis fünf Tassen, also bis zu 12g der getrockneten Blätter, liegen. Patienten mit einer eingeschränkten Nieren- oder Herzfunktion sollten diesen Heilkräutertee allerdings nicht zu sich nehmen. Als Besonderheit gilt bei der Brennnessel, dass sie selbst in Salat oder Suppen gegessen werden können und mit verschiedenen weiteren Heilkräutern und Wodka zu einem „Rheumageist" angesetzt und genossen werden können.
Letzte Aktualisierung am 10.07.2009.