Echter Beinwell / Symphytum officinale
Synonyme
Wallwurzel, Hälwurzel, Schwarzwurz, Milchwurzel, Schadheilwurzel, Wundallheil, Beinwurz, Bienenkraut, Hasenlaub, Schmalwurz, Komfrei
Herkunft / Wuchsgebiet
Der Beinwell ist in Europa und Asien beheimatet. In Südeuropa kommt er nur selten vor.
Bevorzugt wächst er an sonnigen bis halbschattigen Standorten mit feuchten, nährstoffreichen, stickstoffhaltigen Böden (am liebsten Lehmböden). Die Pflanze kann in Gräben oder an feuchten Wegrändern, aber auch auf feuchten Wiesen, an Ufern, in Auenwäldern und auf Moorwiesen gefunden werden.
Allgemeine Beschreibung
Der Beinwell ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, deren aufrechter Stängel bis zu 1 m hoch wachsen kann. Er ist borstig behaart und oberen im Bereich verzweigt.
Die am Stängel herab laufenden Laubblätter sind ei- bis lanzettförmig und können bis zu 25 cm lang werden. Sie sind ebenfalls borstig behaart.
An den Achseln der oberen Laubblätter stehen die in Doppelwickeln angeordneten Blüten. Diese sind glockenförmig und rotviolett bis gelblichweiß.
Der Beinwell bildet 4 - 5 mm lange, graubraune Nüsschen als Früchte.
Inhaltsstoffe / Wirkstoffe
Der Hauptwirkstoff des Beinwells ist das enthaltene Allantoin, das wundheilungsfördernd und geweberegenerierend wirkt.
Zu den Inhaltsstoffen gehören auch ätherische Öl, Gerbstoffe, Polysaccharide (Vielfachzucker), Asparagin, Alkaloide, Flavonoide, Harz und Kieselsäure.
Beinwell enthält außerdem giftige Pyrrolizidinalkaloide, deren Abbauprodukte die Leber schädigen können.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.