Die Eiche wirkt adstringierend (zusammenziehend) und virustatisch (hemmt das Virenwachstum). Sie wird äußerlich bei entzündlichen Erkrankungen der Haut, der Mund- und Rachenschleimhaut, sowie im Genital- und Analbereich und auch bei übermäßigem Fußschweiß eingesetzt.
Auch bei chronischen Hautkrankheiten (z.B. Bäckerekzem), Frostbeulen, Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür) und Hämorrhoiden kann die Eiche verwendet werden.
Innerlich können Eichenpräparate bei akuten, unspezifischen Durchfallerkrankungen angewendet werden.
Traditionelle Anwendung findet die Eiche bei Fußpilz, Krampfadern, Furunkeln, Diabetes, Halsschmerzen, Schnittwunden und Blasenentzündung.
Anwendung (Anwendungsgebiete / Art der Anwendung / Dauer der Anwendung)
Innerlich angewendet wird die Eiche als Tee. Es wird 1 g getrocknete, zerkleinerte Eicherinde mit 150 mL kaltem Wasser angesetzt. Der Sud wird kurz aufgekocht, einige Minuten ziehen gelassen und abgeseiht. Bei Durchfall wird 3 Mal täglich eine Tasse frischer Tee getrunken. Die Anwendungsdauer sollte 3 - 4 Tage nicht überschreiten.
Für die äußerliche Anwendung als Gurgel- oder Spüllösung bzw. für Umschläge wird eine Abkochung verwendet. Diese wird aus ca. 10 g getrockneter, zerkleinerter Eichenrinde zubereitet, die mit etwa 500 mL kaltem Wasser übergossen wird. Es wird 15 - 20 Minuten gekocht und anschließend abgeseiht. Der Sud wird mehrmals täglich, jedoch nicht länger als 2 - 3 Wochen, angewendet.
Auch als Sitz-, Teil- und Vollbad kann die Eiche angewendet werden. Dafür werden 500 g getrocknete Eichenrinde mit 4 -5 L kaltem Wasser angesetzt, 15 - 20 Minuten ziehen gelassen und abgeseiht. Die abgekühlte Abkochung wird schließlich dem Bad hinzugegeben. Bei Sitz- und Teilbädern sollte so verdünnt werden, dass 5 g Eichenrinde auf 1 L Wasser kommen. Auch hier beträgt die Anwendungsdauer maximal 2 - 3 Wochen.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.