Echter Hopfen / Humulus lupulus
Synonyme
Hoppen, Hopf, Hop, Hupfe, Hopfenkraut, Hopfenkühn
Herkunft / Wuchsgebiet
Die Wilde Hopfen kann nahezu überall in Mitteleuropa gefunden werden. Er bevorzugt stickstoffreiche Standorte mit höherer Bodenfeuchtigkeit, z.B. Auenwälder und Erlenbrüche.
Der Hopfen wird aber auch landwirtschaftlich angebaut. Es werden jedoch nur weibliche Pflanzen kultiviert, von denen der Großteil für das Bierbrauen genutzt wird.
Allgemeine Beschreibung
Der zu den Hanfgewächsen zählende Hopfen ist eine mehrjährige Schlingpflanze, von der nur das unterirdische Sprossachsensystem (Rhizom) überwintern kann. Aus diesem wachsen jedes Jahr 6 - 10 m lange, rechtsdrehende Triebe.
Die Blätter des Hopfens sind langstielig, mehrfach gelappt und gezahnt. Sowohl die Blätter, als auch die Triebe besitzen eine sehr raue Oberfläche. Dies erleichtert ihnen das Haften an Oberflächen.
Da der Hopfen eine zweihäusig ist, wachsen die männlichen und weiblichen Blüten auf getrennten Pflanzen. Die männlichen Blütenstände sind 3 mm lang und bilden lockere, rispenartige Trugdolden. Mehrere kleine Blüten bilden die weibliche, zapfenartige Ähre.
Der Hopfen bildet helle Nüsse als Früchte.
Inhaltsstoffe / Wirkstoffe
Die Hauptwirkstoffe des Hopfens sind Lupulon und Humulon. Sie gehören zu den im Hopfen enthaltenen Bitterstoffen.
Weitere Inhaltsstoffe des Hopfens sind ätherische Öle, Gerbstoffe, Phenolcarbonsäuren, Flavonoide und Phytoöstrogenen (Pflanzenstoffe, die auf den Körper eine ähnliche Wirkung haben wie das Hormon Östrogen).
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.