Aufgrund seiner Inhaltsstoffe ist Johanniskraut bei Angst, nervöser Unruhe, depressiver Verstimmung, Winterdepression und Verdauungsbeschwerden wirksam.
Äußerlich kann die Pflanze zu Behandlung oder Nachbehandlung von Verletzungen, bei Muskelschmerzen und Verbrennungen 1. Grades eingesetzt werden.
Nicht bestätigt ist die Wirkung von Johanniskraut bei viralen Erkrankungen (z.B. Grippe, Herpes, HIV, Polio), chronischer Müdigkeit, Schlafstörungen, Gedächtnisschwäche, Neurodermitis, Reizblase und Herzbeschwerden.
Bei Nikotinsucht und Alkoholkrankheit soll Johanniskraut die Entwöhnung erleichtern.
Traditionell wird die Pflanze auch bei Menstruationsbeschwerden, Gicht, Rheuma und Bronchitis verwendet.
Anwendung (Anwendungsgebiete / Art der Anwendung / Dauer der Anwendung)
Für die innerliche Anwendung als Tee werden 2 TL Johanniskraut mit 150 mL Wasser übergossen, 10 - 15 Minuten ziehen gelassen und abgeseiht. Davon können morgens und abends je 1 - 2 Tassen getrunken werden.
Die empfohlene Tagesdosis für eine antidepressive Wirkung sind 500 - 800 mg Extrakt.
Äußerlich kann Johanniskraut in Form von Öl oder Salben 1 - 2 Mal täglich angewendet werden.
Die stimmungsaufhellende Wirkung setzt erst allmählich ein, was eine Einnahme über einen längeren Zeitraum erforderlich macht. Ist nach 2 - 4 Wochen keine Verbesserung bemerkbar, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.