Die entzündungshemmende Wirkung wird bei Haut- und Schleimhautentzündungen, Wunden im Anal- und Genitalbereich, sowie bei entzündlichen Erkrankungen und Reizzuständen der Atemwege angewendet.
Auch bei entzündlichen Hauterkrankungen (Akne, Ekzeme, Furunkel), Magen-Darmkrämpfen und Entzündungen des Magen-Darm-Traktes kann Kamille eingesetzt werden.
In der Volksmedizin werden die beruhigenden und angstlösenden Eigenschaften der Kamille bei Unruhe und leichten Schlafstörungen genutzt.
Weitere nicht wissenschaftlich belegte Anwendungsgebiete sind Durchfall, Hämorrhoiden, Blähungen, Insektenbisse, Menstruationsbeschwerden und Brustdrüsenentzündungen.
Anwendung (Anwendungsgebiete / Art der Anwendung / Dauer der Anwendung)
Für die innerliche Anwendung als Tee werden 3 g (1 EL) Kamilleblüten mit 150 mL kochendem Wasser übergossen, 10 Minuten ziehen gelassen und abgeseiht.
Bei Sodbrennen und Magen-Darmbeschwerden werden 3 - 4 Tassen täglich zwischen den Mahlzeiten getrunken. Zur Behandlung von Entzündungen in Mund und Rachen wird mehrmals täglich mit frischem Tee gespült oder gegurgelt.
Kamille kann äußerlich auch als Inhalation oder Bad angewendet werden.
Inhalation: Eine Handvoll Kamillenblüten (ca. 6 g) wird mit ½ - 1 L heißem Wasser übergossen und inhaliert.
Bäder: 50 g Blüten werden mit ca. ½ L kochendem Wasser übergossen, 10 Minuten ziehen gelassen und abgeseiht. Der Sud wird zu dem Badewasser hinzugegeben.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.