Das ätherische Öl des Liebstöckels wirkt spasmolytisch (krampflösend).
Liebstöckel wird zur Durchspültherapie bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung von Nierengrieß verwendet.
Die Wirkung bei Verdauungsbeschwerden, wie Appetitlosigkeit, Blähungen, Völlegefühl und Aufstoßen, ist nicht gesichert.
Zahlreiche weitere Einsatzgebiete des Liebstöckels kennt die Volksmedizin. So wird er auch bei Verstopfung, Rheuma, Gicht, Husten, Wassersucht, Menstruationsbeschwerden und Bronchitis angewendet.
Weitere traditionelle Anwendungen sind Mittelohrentzündung, Halsentzündung, Kehlkopfentzündung, Mundschleimhautentzündung, Herzschwäche, Nervosität, Ekzeme, Furunkel und eitrige Wunden.
Liebstöckel wird hauptsächlich innerlich als Tee angewendet. Dafür wird ½ - 1 TL zerkleinerte, getrocknete Wurzel mit etwa 150 mL siedendem Wasser übergossen. Es wird 10 - 15 Minuten ziehen gelassen und anschließend abgeseiht. Der Tee sollte mehrmals täglich zwischen den Mahlzeiten getrunken werden.
Die Tagesdosis beträgt 4 - 8 g Liebstöckelwurzel.