Gemeiner Löwenzahn / Taraxacum officinale
Synonyme
Pusteblume, Kuhblume, Kettenblume, Hundeblume, Milchstöck, Kuckucksblom, Lichtblom, Lampe, Bimbaum, Bumbansbüsch, Pfaffendistel, Pfaffenröhrlein, Pferdeblume, Bettnässer
Herkunft / Wuchsgebiet
Ursprünglich stammt der Löwenzahn aus dem westlichen Asien und Europa, heute ist er jedoch über die gesamte nördliche Halbkugel verbreitet. Auf der Südhalbkugel kommt er nur selten vor.
In Mitteleuropa ist der Löwenzahn ein weit verbreitetes Wildkraut. Er wächst auf Fettwiesen, Fettweiden, Äckern, Dünen, Brachflächen, Schutthalden, in Mauerritzen, Gärten und an Wegrändern.
Allgemeine Beschreibung
Der Löwenzahn gehört zu den Korbblütlern und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Er kann eine Wuchshöhe von 30 cm erreichen und enthält in allen Teilen einen weißen Milchsaft.
Seine Pfahlwurzel, mit der er überwintert, ist bis zu 1 m lang, fleischig und außen dunkelbraun bis schwarz. Am Wurzelhals ist sie wollig behaart.
Aus der Wurzel wächst eine Blattrosette mit 10 - 30 cm langen Blättern. Diese sind eiförmig bis eilanzettlich, tief eingeschnitten, unregelmäßig stark gelappt und gezähnt.
Die Blütenstiele wachsen aus den Blattachseln. Sie sind blattlos, filzig behaart und hohl. Endständig sitzen die leuchtend gelben Blütenkörbchen, die einen Durchmesser von 3 - 5 cm haben. Diese sind nachts, bei Regen, Trockenheit und nach dem Verblühen geschlossen.
Löwenzahn bildet hellbraune, spindelförmige Früchte, die mit haarigen Flugschirmen (Pappus) ausgestattet sind.
Inhaltsstoffe / Wirkstoffe
Die medizinische Wirkung des Löwenzahns beruht hauptsächlich auf den Bitterstoffen Taraxacin, Taraxacerin, Taraxasterol und Taraxerol.
Ebenfalls enthalten sind ätherisches Öl, Inulin (Gemisch aus Vielfachzuckern), Cholin, Ascorbinsäure (Vitamin C), Nikotinsäure (Vitamin aus dem B-Komplex), Retinol (Vitamin A1), Harze, Triterpene und Mineralstoffe (Kalium).
Löwenzahn enthält außerdem Carotinoide, Flavonoide, Gerbstoffe, Fructose (Fruchtzucker) und Sterole.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.