Innerliche Anwendung findet die Melisse bei Unruhe, nervös bedingten Schlafstörungen, Angespanntheit und Verdauungsstörungen.
Ihre virenhemmende Wirkung wird bei der Behandlung von Herpes, insbesondere Lippenherpes, genutzt.
Traditionell wird die Melisse auch bei Unterleibserkrankungen, Nervenleiden und nervösen Magenbeschwerden eingesetzt.
Nicht belegt ist die Wirkung auch bei Bluthochdruck, Blähungen, rheumatischen Beschwerden und chronischen Bronchialkatarrhen (Entzündung der Schleimhäute).
Melisse kann innerlich als Tee, Tinktur und ätherisches Öl angewendet werden.
Tee: Es werden 2 TL Blätter mit 1/8 L kochendem Wasser übergossen, 10 Minuten ziehen gelassen und abgeseiht. Bei Schlafstörungen wird abends eine Tasse frischer Tee getrunken. Sonst kann mehrmals täglich eine Tasse getrunken werden.
Ätherisches Öl: Die Einzeldosis beträgt 0,05 - 2 mL.
Tinktur: Drei Mal täglich werden 2 - 6 mL eingenommen.
Äußerlich angewendet wird Melisse in Form von Salbe oder Creme. Diese werden 2 - 4 Mal täglich auf die betroffene Stelle aufgetragen.
Für ein Melissenbad wird eine Handvoll Melissenblätter in 2 L kochendes Wasser gestreut und nach 10 Minuten abgeseiht. Der Sud wird dem Badewasser hinzugegeben.