Die in der Nachtkerze enthaltene γ-Linolensäure ist eine Vorstufe des Prostaglandins E1. Dieses hat Einfluss auf den Cholesterinspiegel, die Erweiterung der Blutgefäße und es ist an Entzündungsreaktionen beteiligt. Außerdem wirkt die γ-Linolensäure antiarteriosklerotisch und antiallergisch.
Die Nachtkerze kann bei Hautproblemen bei Säuglingen, Hautentzündungen, Hauttrockenheit, Juckreiz, Neurodermitis und atopischen Ekzemen verwendet werden.
Auch bei rheumatoider Arthritis, Raynaud-Syndromen (Gefäßkrankheiten), diabetischer Neuropathie, Allergien, dem prämenstruellen Syndrom und Wechseljahrsbeschwerden kann die Pflanze eingesetzt werden.
Nicht gesichert ist die Wirkung bei Reizdarm, Kopfschmerzen, Mastodynie (wiederkehrendes Spannungsgefühl in der Brust), Kreislaufleiden und Wundbehandlung.
Im Laborversuch führte das Extrakt aus Nachtkerzensamen zu einem programmierten Zelltod von Tumorzellen.
Nachtkerzenöl kann innerlich und äußerlich angewendet werden.
Beim atopischen Ekzem werden 4 - 6 Kapseln, bzw. 2 - 3 g Nachtkerzenöl, zweimal täglich mit viel Flüssigkeit eingenommen. Die Einnahme erfolgt nach den Mahlzeiten. Die Tagesdosis für Kinder zwischen 1 und 12 Jahren beträgt 2 - 4 Kapseln.
Äußerlich wird Nachtkerzenöl bei trockener Haut angewendet. Dazu werden 2 - 3 Mal täglich die betroffenen Hautstellen eingecremt.
Auch als Nahrungsergänzung kann Nachtkerzenöl eingesetzt werden. Es werden dreimal täglich 1 - 2 Kapseln, bzw. 0,5 - 1 g Nachtkerzenöl, nach den Mahlzeiten mit viel Wasser eingenommen.
Die Einnahme sollte über einen Zeitraum von 6 - 12 Monaten erfolgen.