Die Passionsblume stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika, bis südliches Nordamerika. Einige wenige Arten kommen jedoch auch in Australien, Asien, Madagaskar und auf den Galapagos-Inseln vor.
Sie bevorzugt das Klima der tropischen Regenwälder. In Europa kommt die Passionsblume deshalb häufig als Zimmerpflanze vor.
Die Passionsblume ist ein mehrjähriger, immergrüner, kletternder Strauch, der bis zu 10 m hoch wachsen kann.
Sie bildet dünne hohle, rundliche Triebe, an denen die glänzenden dunkelgrünen Blätter wechselständig angeordnet sind. Die Blätter sind gestielt und dreilappig. Aus den Blattachseln wachsen Nebenblätter und korkenzieherartige Ranken.
Ebenfalls in den Blattachseln entspringen die 8 cm langen Blütenstiele. Diese tragen die großen zwittrigen Blüten. Ihre Kronblätter strahlig und weiß bis Blassviolett. Die Blütenhüllblätter besitzen meist leuchtende Farben und umhüllen die Kronblätter. Deutlich abstehend wachsen die 3 Narben und die 5 Staubgefäße.
Die gelbliche Frucht der Passionsblume gehört zu den Beeren und wird Maracuja oder Grenadille genannt. Sie ist eiförmig und besitzt eine feste Haut. Innen enthält sie essbare Kerne, sowie einen bitteren bis süßen oder sauer schmeckenden Saft.
Zu den wichtigen Wirkstoffen der Passionsblume gehören die Flavonoide und davon besonders das Vitexin.
Ebenfalls enthalten sind Saponine, Cumarine, Zucker, Glykoproteine, Maltol, Indol-Alkaloid und ätherisches Öl.
Es konnten noch nicht alle Inhaltsstoffe der Pflanze bestimmt werden.