Die Samen der Rosskastanie wirken antiödematös (gewebsentwässernd) und antiexsudativ (verhindert Austritt von Flüssigkeit aus Gefäßen). Außerdem steigern sie die Kapillarresistenz, setzen eine erhöhte Kapillarpermeabilität herab und wirken auf die Venen tonisierend (stärkend).
So werden Präparate aus Rosskastanie bei chronischen Durchblutungsstörungen der Venen (Veneninsuffizienz) und den damit verbundenen Schwellungen, müden und schweren Beinen, Schmerzen, Juckreiz und Wadenkrämpfen eingesetzt.
Nicht gesichert ist die Wirkung der Rosskastanie bei niedrigem Blutdruck, Thrombosefolgen mit Hautveränderungen und Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris), Verletzungen (Bluterguss, postoperative Schwellung) und zur Vorbeugung von Beinödemen bei längeren Reisen.
Die Rosskastanie wird in Form von Spezialextrakten als Bestandteil von Tinkturen und Cremes angewendet. Diese werden innerlich und äußerlich eingesetzt.
Für die innerliche Anwendung beträgt die Tagesdosis 100 mg Aescin. Dies entspricht der Einnahme von 250 - 750 mg Trockenextrakt 2 Mal täglich.